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Ein Sieg muss her gegen die WKG Weitenau-Wislet

Der AV Sulgen steht am morgigen Freitagabend vor einer Schicksalsbegegnung. Im Heimkampf gegen die WKG Weitenau-Wieslet muss er beweisen, das Niveau für den Verbleib in der Regionalliga zu haben. Kampfbeginn in der Festhalle Sulgen ist um 20.30 Uhr.

Mit vier Pluspunkten steht die Gästestaffel aus dem Kleinen Wiesental deutlich besser da als die Gastgeber, die als Schlusslicht immer noch auf den ersten Saisonsieg warten. Aber auch die WKG hat den Klassenerhalt noch längst nicht in der Tasche. Für beide Teams geht es somit schon um sehr viel, wenngleich die Saison noch lange dauert und die Rückrunde erst ab November beginnt. Da sich aber sechs Mannschaften von der Abstiegszone abgesetzt haben, wird die Luft jetzt schon deutlich dünner mit jeder Niederlage. Mit einem Sieg wären die Sulgener dagegen wieder gut im Geschäft und würde das doch etwas angeknackste Selbstvertrauen stärken.

Die gezeigten Leistungen der Südbadener schwankten bisher und sind nicht so einfach einzuordnen. Während sie gegen die beiden starken Aufsteiger SRC Viernheim und KSV Hofstetten jeweils ein Unentschieden holten und gegen den KSV Tennenbronn sogar mit 15:14 gewannen, kassierten sie auch hohe Niederlagen. Vergleiche sind deshalb mit Vorsicht zu genießen. Schon im Vorjahr stellten sich Wisentäler als unangenehmer Gegner für den AV Sulgen heraus. Zu Hause gab es eine 12:14 Niederlage, im Wiesental verlor die AVS-Truppe mit 15:16. Mit Svetlin Shindov, Zorhab Ohanian, den Brüdern Simon und Jonas Dürr und Dennis Kronenberger haben sie zweifellos Top-Athleten in ihren Reihen, die eine Begegnung entscheiden können. Da müssen Nika Tatuashvili, Marco Eckl, Andreas Moosmann, Fabio Herzog und Semih Bosyan versuchen, deren Wirkungskreis nicht nur entscheidend einzuengen, sondern auch den einen oder anderen Punkt beisteuern. Wie es sich im bisherigen Rundenverlauf gezeigt hat, sind in diesem Jahr Siege nur möglich, wenn alle ohne Ausnahme ihr Leistungspotential abrufen und ausschöpfen.

Im Vorkampf stehen sich ab 19.15 Uhr der AV Sulgen II und der AC Villingen gegenüber. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit Edgar Lang, der in Sulgen das Ringen erlernt hat und durch seinen Wohnungswechsel nun für die Villinger auf die Matte geht. Die Gäste von der Brigach sind aufgrund ihres Tabellenplatzes leicht im Vorteil. Die Gastgeber wollen jedoch mit einer kompletten Aufstellung in die Erfolgsspur zurückkehren.

Überhöhte 23:4 Niederlage gegen den KSV Schriesheim

Eine deftige 4:23 Klatsche kassierte der AV Sulgen beim KSV Schriesheim und bleibt Tabellenletzter der Regionalliga. Da auch die Konkurrenten im Abstiegskampf allesamt verloren, hat sich die Lage nicht weiter verschlechtert. Die Chancen, beim Tabellenzweiten etwas Zählbares zu erreichen wie eine Woche zuvor beim 16:16 gegen den ASV Schorndorf, ließen die Sulgener schon vor der Abfahrt in die Nähe von Heidelberg auf den Nullpunkt sinken.

Verletzungsbedingt musste Robin Hezel Marco Eckl vertreten und kassierte gegen den KSV-Ringer Marvin Rossi eine 0:5 Punktniederlage. Kampflos gaben die Sulgener das 98 kg Limit her, das Pascal Koch an diesem Wochenende den Traualtar der Matte vorzog und heiratete. Zu allem Übel kam dann noch das Missgeschick von Fliegengewichtler Nika Tatuashvili hinzu, der nach klarer 14:2 Führung kurz vor einem Vierer stand, ehe er durch einen Blackout auf den Schultern landete und gänzlich leer ausging. Chancenlos waren dagegen Fabio Herzog und AV-Coach Semih Bosyan, die gegen die Top-Asse der Gastgeber, Dawid Wolny und Ramatullah Moradi, jeweils deren technische Überlegenheit anerkennen mussten. Bis wenige Sekunden vor Kampfende hielt AV-Ringer David Schulze die einkalkulierte Niederlage gegen den hoch eingeschätzten Ionel Puscasu in Grenzen. Er verletzte sich dann bei einer Griffaktion des Schriesheimers, die ihn zur Aufgabe zwang. Es gab aber auch Erfreuliches im AVS-Team.

So überraschte der wiederholt in die Kritik geratene Shota Glonti mit einem 9:5 Punktsieg über Schriesheims Siegringer Ceyhun Zaidov. Glonti setzte mit einer frühzeitigen Vierer-Wertung die Basis zu seinem Sieg, wenngleich der Heimringer zwischendurch zum 5:5 ausgleichen konnte, der Sulgener aber trotz deutlichem Gewichtsnachteil die besseren Kraftreserven hatte. Erstmals zum Einsatz in dieser Saison kam Sulgens Neuverpflichtung Andreas Miekeley im Schwergewicht. Trotz seiner Verletzungspause überzeugte der Neu-Sulgener bei seiner knappen 1:3 Punktniederlage gegen Rene Jünger in konditioneller Hinsicht. Erfolgreich kehrte Andreas Moosmann ins Regionalliga-Team zurück. In einem lange Zeit offenen Mattenduell hatte der Sulgener gegen Jan Steffan deutlich mehr Körner in der Schlussphase und gewann verdient mit 5:3 Punkten. AV-Akteur Jannik Malz traf auf einen passiv eingestellten Shamil Ustaev, gegen der er unspektakulär mit 3:1 Punkten besiegte. Zu diesem Zeitpunkt bedeutete sein sechster Sieg im siebten Saisonkampf nur noch eine kleine Ergebnisverbesserung.

Beinahe schon um alles oder nichts geht es für die Bosyan-Zehn am kommenden Freitag, wenn in der Festhalle Sulgen das Kellerduell gegen die WKG Weitenau-Wieslet ansteht.

Die Ergebnisse im Einzelnen KSV Schriesheim – AV Sulgen 23:4

57 kg F: Deniz Güvener – Nika Tatuashvili 4:0 SS 4:14
130 kg G: Rene Jünger – Andreas Miekeley 1:0 PS 3:1
61 kg G: Ceyhun Zaidov – Shota Glonti 0:2 PN 5:9
98 kg F: Dzhambulat Ustaev – unbesetzt 4:0 kampflos
66 kg F: Marvin Rossi – Robin Hezel 2:0 PS 5:0
86 kg G: Ionel Puscasu – David Schulze 4:0 AS 14:2
71 kg G: Jan Steffan – Andreas Moosmann 0:1 PN 3:5
80 kg F: Rahmatullah Moradi – Semih Bosyan 4:0 TÜS 15:0
75 kg F: Dawid Wolny – Fabio Herzog 4:0 TÜS 16:0
75 kg G: Shamil Ustaev – Jannik Malz 0:1 PN 1:3

Schwerer Auswärtskampf in Schriesheim steht bevor

Nochmals ein schwerer Auswärtskampf in der Vorrunde steht dem AV Sulgen bevor. Er muss beim Tabellenzweiten KSV Schriesheim antreten. Ganz anders als im Vorjahr dominieren die nordbadischen Teams von Reilingen-Hockenheim, Schriesheim und Viernheim in dieser Reihenfolge das Geschehen an der Tabellenspitze der Regionalliga Baden-Württemberg. Mit kleinen Ausnahmen sind die Schriesheimer in allen Gewichtsklassen hervorragend aufgestellt und nur deshalb mit drei Minuspunkten belastet, weil sie ersatzgeschwächt angetreten waren. Nüchtern betrachtet und von der Aufstellung zuletzt gegen den KSV Hofstetten ausgehend, sind die Siegchancen für die Sulgener geringer als gegen den ASV Schorndorf. Aber gerade gegen die Remstal-Riege hat sich gezeigt, dass selbst gegen vermeintlich übermächtige Gegner immer etwas drin sein kann. Erschwerend kommt jedoch hinzu, dass die Gastgeber fast jedes Mal in veränderter Aufstellung aufmarschiert sind, wodurch Prognosen äußerst schwierig sind. AVS-Coach Semih Bosyan muss sich deshalb gut überlegen, mit welcher taktischen Vorgehensweise er das Beste für sein Team herausholen kann. Zuletzt ist ihm dies gegen Schorndorf, wo er mit seinem Überlegenheitssieg vier Mannschaftspunkte wesentlich zum 16:16 Unentschieden beigetragen hat, gut gelungen. Nicht immer aber wurde sein Mut bei der Aufstellung belohnt, als Leistungsträger die Erwartungen nicht erfüllten. Top-Athleten auf Seiten des KSV Schriesheim sind Ceyhun Zaidov (61 kg), Dawid Wolny (75 kg Freistil), Rahmatullah Moradi (80 kg), Ionel Puscasu (86 kg), Dzahmbulat Ustaev (98 kg) sowie Rene Jünger im Schwergewicht bis 130 kg. Kampfbeginn in der KSV-Sporthalle im Sportzentrum Schriesheim ist um 20 Uhr.

Die Regionalliga-Reserve des AV Sulgen will nach zwei Niederlagen in Folge wieder auf die Gewinnerseite zurückkehren. Dies wird aber beim Tabellenzweiten KSV Vöhrenbach, der bisher nur gegen Spitzenreiter AV Hornberg verlor, nicht ganz einfach. In erster Linie sollten keine Punkte durch unbesetzte Gewichtsklassen als Gastgeschenke an die Breg mitgebracht werden. Überproportional starke Ringer haben die Vöhrenbacher mit dem Schätzle-Brüdern Jonas und Fabian, Valentin Radu, Jan Zwirner sowie Schwergewichtler Hannes Pietrek. Anpfiff in der Sporthalle am Langenbach ist um 20 Uhr.

Die erste AV-Schülermannschaft ist kampffrei, die zweite Mannschaft bestreitet in Hornberg ab 18 Uhr zwei Rundenkämpfe gegen den Gastgeber AV Hornberg und die SG Schramberg.

 

Niederlage gegen Tabellenführer Hornberg

Nach der unerwarteten 15:20 Niederlage im Derby beim KSV Winzeln II blieb die Regionalligareserve des AV Sulgen erneut sieglos. Die 8:23 Klatsche gegen Tabellenführer AV Hornberg kommt allerdings nicht überraschend. Aufgrund der Ergebnisse der in der Tabelle vor Sulgen platzierten Mannschaften bleibt der Kontrakt zum Mittelfeld weiterhin bestehen. Bis zum Ende der Vorrunde stehen aber noch drei schwere Kämpfe gegen KSV Vöhrenbach, AC Villingen und AV Hardt II aus.

Seine bisher makellose Bilanz von 20:0 Punkten in fünf Kämpfen setzte AVS-Jugendringer Samuel Moosmann auch gegen den Spitzenreiter von der Gutach fort. Dafür kam er nicht mal ins Schwitzen, da Hornberg diese Gewichtsklasse unbesetzt ließ. Bis 130 kg musste auf Sulgener Seite Schwergewichtler Tornike Aladashvili gegen Radu Vition zunächst drei Punkte abgeben. Dann jedoch setzte sich der Georgier in Diensten des AVS immer besser durch und kam in der vierten Minute zum Schultersieg. Danach war es mit dem Siegen der Gastgeber bereits vorbei. Kevin Preuss kassierte im 98 kg Limit gegen Benjamin Renkert gleich mit der ersten Griffaktion eine Schulterniederlage. Benjamin Muske hatte in der Klasse bis 66 kg den Ex-Triberger Bundesligaringer Robert Miuti gegen sich und musste schon nach einer Minute die technische Überlegenheit des Hornbergers anerkennen. Fabio Hezel (86 kg) hatte vor Aaron Klittich zu viel Respekt. Dass der Gastringer nicht fehlerfrei war, zeigte sich bei einem gewagten Schwungriff von Hezel, für die er vier Punkte bekam. Dabei wurde der Sulgener von Klittich gekontert, was zur Schulterniederlage Hezels führte. Bruder Rico Hezel (71 kg) bekam mit Aurelian Leciu ebenfalls einen Top-Athleten vorgesetzt, den er zumindest in der Anfangsphase mit einer Vierer-Wertung überrumpeln konnte. Danach zeigte jedoch der Hornberger seine Klasse und hatte nach viereinhalb Minuten die Zähler für den 21:4 Überlegenheitssieg beisammen. AVS-Ringer Valentin Baier musste in der Gewichtsklasse bis 80 kg gegen Markus Schumann erkennen, dass er auch in der Bezirksklasse auf technisch versierte Gegner treffen kann. Der Hornberger deckte bei seinem 10:2 Punktsieg die Schwächen des Sulgeners schonungslos auf. Weiterhin viel Lehrgang bezahlen muss Sulgens Saisondebütant Konstantinos Avgerinopoulos (75 kg). Er lag gegen Benjamin Inthasane nach einer halben Minute auf den Schultern.

Die erste Schülermannschaft des AV Sulgen verpasste beim Dreier-Kampftag den Sprung ins vordere Mittelfeld. Gegen den Tabellendritten der Bezirksklasse und Gastgeber KSV Gottmadingen gab es eine 14:16 Niederlage und auch beim 16:16 gegen den KSV Wollmatingen war mehr drin als nur ein Unentschieden. Als Aufsteiger belegt der AVS-Nachwuchs in der Bezirksklasse dennoch einen respektablen sechsten Tabellenplatz unter neun Teams. Die Punkte für Sulgen holten Mathias Pfeifer (8), Daniel Loge (8), Luca Moosmann (8), Lukas Bauer (4) und Allen Ebol (2).

Starke Aufholjagd bringt ersten Punkt

Mannschaftspunkt geholt, aber nüchtern betrachtet auch einen verschenkt. Mit einem in der Schlussphase hart erkämpften 16:16 Krimi gegen den ASV Schorndorf gab es für den AV Sulgen ein erstes Erfolgserlebnis in dieser Saison.

Danach hatte es zur Halbzeit gar nicht ausgesehen. Die Staffel aus dem Remstal war wie auch die Gastgeber ersatzgeschwächt angetreten, führte zur Halbzeit aber nahezu uneinholbar mit 14:1. Doch mit unglaublichem Siegeswillen rissen die nachfolgenden AV-Athleten einen verloren geglaubten Kampf noch aus dem Feuer und verdienten sich das Remis redlich. Getrübt wurde die Freude darüber allerdings durch die 14:15 Niederlage des KSV Tennenbronn beim Sulgener Abstiegskonkurrenten WKG Weitenau-Wieslet.

Wiederholt wurde ein möglicher Sulgener Sieg selbst gegen den Titelfavoriten leichtfertig vertändelt. Dies betrifft vor allem Nika Tatuashvili, der gegen Alexander Ginc nach nur einer Minute mit 12:2 in Führung lag und alles mit einem Vierer rechnete. Doch als der griechisch-römische Spezialist in der Bodenlage die Kontrolle bekam, setzte er eine Serie von Durchdrehern und schon stand es 12:14. Praktisch mit dem Schlussgong erzielte der AVS-Ringer den Ausgleich zum 18:18 und hatte durch die höhere Wertung die Nase vorn. Im Schwergewicht hatte AVS-Ersatzmann Robin Schmidt gegen den deutschen Nationalringer Jello Krahmer wie erwartet keine Chance und gab einen Vierer ab. Nicht viel besser erging es Shota Glonti, der gegen Ivan Huzau klare Gewichtsnachteile hatte und nach zwei Minuten dem Gastringer einen Überlegenheitssieg gönnen musste. AVS-Athlet Pascal Koch gab gegen Michael Manea in der Anfangsphase zu viele Punkte ab. Durch seine 0:9 Niederlage kamen wieder drei Zähler auf das Konto der Gäste. Viereinhalb Minuten konnte Marco Eckl vom AVS gegen den flinken Marin Filip den Punkterückstand in Grenzen halten, ehe der Remstaler auf 11:0 davonzog.

Die AVS-Aufholjagd startete David Schulze, der Nico Thumm mit einem Untergriff an den Rand einer Schulterniederlage brachte. Der Schorndorfer konnte sich befreien, wurde aber wenig später von Schulze mit 15:0 ausgepunktet. Die taktische Maßnahme, AV-Trainer Semih Bosyan bis 71 kg aufzubieten, zahlte sich voll aus. Der Sulgener Coach ließ den Ex-Tennenbronner Bogdan Zaharia überhaupt nicht in den Kampf kommen. Zielstrebig steuerte Bosyan einen 15:0 Überlegenheitssieg an. Fabio Herzog rückte dagegen in die 80 Klasse auf und traf auf den starken Andre Winkler. Mit zwei Kontern kam Herzog auf 5:7 heran, als dem Schorndorfer Sekunden vor Schluss eine Vierer-Wertung gelang und so doch noch zwei Mannschaftszähler weg waren. Damit wurde der Druck auf AVS-Ringer Robin Hezel immens groß. Gegen den sehr passiv eingestellten Mikail Hatipoglu brauchte er lange, um mit Beinangriffen zum Erfolg zu kommen. Auch hier wäre mehr als ein 11:2 Punktsieg drin gewesen. Beim Stand von 16:12 für Schorndorf kam auf Sulgens Schlussringer Jannik Malz eine schwere Aufgabe zu, die er jedoch mit Bravour löste. Gegen Toni Jilke ging er volles Risiko und kam auch durch einen Konter des Schorndorfers nicht aus dem Konzept. Groß war der Jubel, als Malz nach knapp fünf Minuten den Überlegenheitssieg in der Tasche hatte und der erste Mannschaftspunkt unter Dach und Fach war.

Die Ergebnisse AV Sulgen – ASV Schorndorf 16:16

57 kg F: Nika Tatuashvili – Alexnader Ginc 1:0 PS 18:18

130 kg G: Robin Schmidt – Jello Krahmer 0:4 TÜN 0:16

61 kg G: Shota Glonti – Ivan Huzau 0:4 TÜN 0:15

98 kg F: Pascal Koch – Michael Manea 0:3 PN 0:9

66 kg F: Marco Eckl – Marin Filip 0:3 PN 0:11

86 kg G: David Schulze – Nico Thumm 4:0 TÜS 15:0

71 kg G: Semih Bosyan – Bogdan Zaharia 4:0 TÜS 15:0

80 kg F: Fabio Herzog – Andre Winkler 0:2 PN 5:11

75 kg F: Robin Hezel – Mikail Hatipoglu 3:0 PS 11:2

75 kg G: Jannik Malz – Toni Jilke 4:0 TÜS 17:2

Platzt der Knoten?

Der AV Sulgen braucht nach fünf Niederlagen in Folge Durchhaltevermögen. Bevor sich die nächste Gelegenheit für den ersehnten ersten Saisonsieg ankündigt, kommt am Sonntag mit dem ASV Schorndorf zwischendurch ein Bundesliga-Aufstiegskandidat in die heimische Festhalle. Kampfbeginn ist um 15 Uhr.

Wie schnell Prognosen aufgrund von verletzten Ringern über den Haufen geworfen werden müssen, dafür sind die Gäste ein Paradebeispiel. Nachdem sie vor einer Woche unerwartet gegen Überraschungs-Tabellenführer RKG Reilingen-Hockenheim vor eigenem Publikum mit 13:15 die erste Niederlage einstecken mussten, stolperten die Remstal-Ringer am vergangenen Feiertag in Tennenbronn und unterlagen mit 17:18. Dies lässt bei der Bosyan-Zehn doch etwas Hoffnung aufkommen, gegen den vermeintlichen Übergegner nicht chancenlos zu sein und ihm so lange wie möglich die Stirn zu bieten. Von der Papierform her sind vier, mit etwas Glück auch fünf Einzelsiege für die Gastgeber durchaus drin. Allerdings werden sich die AV-Ringer teilweise mit knappen Punktsiegen begnügen müssen. Die Schwächen der Remstäler sind in den beiden 75 kg Klassen sowie bis 57 kg auszumachen. Andererseits haben sie mit DRB-Kaderringer Jello Krahmer und dem deutschen Vizemeister Karan Mosebach zwei Spitzenathleten in ihren Reihen, zu denen sich noch ausländische Top-Athleten wie Ivan Huzau, Michael Manea, Marin Filip und der Ex-Tennenbronner Bogdan Zaharia gesellen.

Ein genaueres Bild von den Qualitäten der Schorndorfer Mannschaft konnten sich die Sulgener am Mittwoch in Tennenbronn machen. Ein gutes Ergebnis würde das Selbstvertrauen der moralisch angeschlagenen AVS-Truppe stärken, um anschließend auch beim starken KSV Schriesheim zu bestehen, bevor es im letzten Heimkampf der Vorrunde am 19. Oktobergegen die WKG Weitenau-Wieslet im Kellerderby bereits um sehr viel geht.

Im Vorkampf des Regionalliga-Duells AV Sulgen gegen ASV Schorndorf empfängt die Reserve der Gastgeber mit dem AV Hornberg ebenfalls einen Titelkandidaten. Die Gäste von der Gutach, die vor Saisonbeginn den Aufstieg als oberstes Saisonziel ankündigten, gaben sich bislang keine Blöße und führen die Tabelle der Bezirksklasse verlustpunktfrei an. Kampfbeginn ist um 13.45 Uhr.

Die erste Schülermannschaft muss am Samstag in Gottmadingen bei einem Dreier-Kampftag zuerst gegen die Reserve Gastgeber und anschließend gegen den KSV Wollmatingen antreten. Die Kämpfe beginnen um 16.45 Uhr in der Eichendorff-Halle. Beide Gegner stehen in der Tabelle nur um einen Punkt besser da als die Sulgener, die somit nicht chancenlos in diese Begegnungen gehen. Die zweite Schülermannschaft pausiert an diesem Wochenende. 

Negativserie geht weiter – Niederlage gegen den KSV Hofstetten

Beim Regionalligisten AV Sulgen will sich der Hebel auf Sieg einfach nicht umlegen lassen. Auch vom KSV Hofstetten kehrte er durch die 9:13 Niederlage mit leeren Händen zurück. Irgendwie verkehrte Ringerwelt. Nachdem die AVS-Ringer im Derby gegen den KSV Tennenbronn einen möglichen Sieg in den ersten vier Kämpfen vergeigt hatten, wurde im Kinzigtal gerade da das Optimum herausgeholt. Aber am Ende reichte es wieder nicht zum ersten Erfolgserlebnis in dieser Saison.

Viele Chancen bleiben in der Vorrunde nun nicht mehr. Im Auftaktkampf bis 57 kg zeigte sich Nika Tatuashvili deutlich verbessert und bot dem bisher unbesiegten Hofstetter Mehmet Mehmet einen ebenbürtigen Kampf. Es fehlten ihm jedoch ein paar Körner, um die 3:5 Punktniederlage in der Schlussphase noch umzubiegen. Im Schwergewicht bis 130 kg konnte AV-Ringer Benjamin Lohrer seinen Gewichtsvorteil gegen Julian Neumaier nur eine Runde lang in die Waagschale werfen. Der KSV-Athlet marschierte im zweiten Abschnitt pausenlos nach vorne. Lohrer konnte beim 0:14 gerade noch einen Mannschaftspunkt retten. Gegen den Hofstetter Luca Lauble rannte Shota Glonti lange Zeit einem Rückstand hinterher. Als Lauble sich zu sehr auf seinen Vorsprung verließ, schaffte der Sulgener mittels Passivitätspunkten den 3:3 Ausgleich und siegte aufgrund der zuletzt erzielten Wertung. Spannung pur war im Duell bis 98 kg angesagt.

KSV-Neuzugang Ion Pislaru und Pascal Koch belauerten sich gegenseitig und versuchten jeweils, die Angriffe zu kontern. Beim Stand von 3:3 startete Koch in den Schlusssekunden nochmals einen Beinangriff und buchte beim 7:3 Sieg unerwartet zwei Zähler aufs Sulgener Habenkonto. Als danach Marco Eckl den Hofstetter Marius Allgaier mit 11:5 besiegte, nahmen die Sulgener Gäste einen 5:4 Vorsprung mit in die Pause. Damit hatten sie den Gastgebern einen kleinen Dämpfer verpasst, machten aber ein weiteres Mal den Sack nicht zu. David Schulze ließ sich von KSV-Jugendringer Patrick Neumaier regelrecht überfahren und musste schon nach vier Minuten technisch unterlegen die Matte verlassen. Die Begegnung kippte dann endgültig zugunsten der Kinzigtaler, nachdem Andreas Moosmann eine sichere 6:2 Führung gegen KSV-Athlet Dominik Wölfle in der Schlussphase hergab und mit 6:8 verlor. AV-Trainer Semih Bosyan fand vor allem im ersten Kampfabschnitt kein Mittel, um die permanenten Beinangriffe von Florian Wölfle abzublocken. Bereits mit 0:14 in Rückstand kämpfte Bosyan lange gegen die Überlegenheitsniederlage an, musste aber in der fünften Minuten kapitulieren. Die beiden Sulgener 75 kg Ringer Fabio Herzog und Jannik Malz hätten nun die maximalen acht Punkte einfahren müssen, um noch ein Unentschieden zu retten. Gegen KSV-Athlet Markus Neumaier tat sich Herzog teilweise schwer und war froh, wenigstens mit 7:6 die Oberhand zu behalten. Malz besiegte im unbedeutend gewordenen Schlusskampf den Ex-Aichhalder Fabian Hofer mit 8:0 Punkten.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

KSV Hofstetten – AV Sulgen 13:9

57 kg F: Mehmet Mehmet – Nika Tatuashvili 1:0 PS
130 kg G: Julian Neumaier – Benjamin Lohrer 3:0 PS
61 kg G: Luca Lauble – Shota Glonti 0:1 PN
98 kg F: Ion Pislaru – Pascal Koch 0:2 PN
66 kg F: Marius Allgaier – Marco Eckl 0:2 PN
86 kg G: Patrick Neumaier – David Schulze 4:0 TÜS
71 kg G: Dominik Wölfle – Andreas Moosmann 1:0 PS
80 kg F: Florian Wölfle – Semih Bosyan 4:0 TÜS
75 kg F: Markus Neumaier – Fabio Herzog 0:1 PN
75 kg G: Fabian Hofer – Jannik Malz 0:3 PN

AV Sulgen II gewinnt gegen KSK Furtwangen

Ein überzeugender 24:11 Sieg gelang der Regionalliga-Reserve des AV Sulgen gegen den KSK Furtwangen II. Damit rückt sie in der Bezirksklasse Schwarzwald-Alb-Bodensee ins Mittelfeld vor. Während die Gastgeber komplett antraten, ließ die Gästestaffel von der Breg zwei Gewichtsklassen unbesetzt. So kamen Stefan Moosmann und Valentin Baier auf Sulgener Seite jeweils kampflos zu einem Vierer.

Bis 57 kg machte Samuel Moosmann vom AVS mit Leon Glock nicht viel Federlesens. Mit mehreren hohen Wertungen lag der Sulgener klar vorne, ehe ihm in der zweiten Minute ein Schultersieg gelang. Im Schwergewicht bis 130 kg hatte auch AV-Akteur Tornike Aladashvili mit Tobias Baier kaum Mühe und kam noch in der ersten Kampfhälfte zu einem 20:4 Überlegenheitssieg. Benjamin Muske (AVS) bestimmte im Limit bis 61 kg gegen Yasin Altintas das Geschehen, das sich auch in zählbaren Punkten widerspiegelte. Nach fünf Minuten hatte Muske einen 15:0 Überlegenheitssieg in der Tasche.

AVS-Oldie Swen Richter (66 kg) trumpfte gegen den Oberliga erprobten Ionut-Georgian Hamzu auf wie in besten Tagen und konterte den Gastringer ein ums andere Male aus. Beim Stand von 14:2 führte ein Beineinsteiger zum vorzeitigen Schultersieg für den Sulgener. Erst im sechsten Einzelduell verließen erstmals die Gäste die Matte als Sieger. Fabio Hezel (86 kg) musste gegen Riccardo Renna auf die Schultern. Wie Richter hatte auch Rico Hezel (71 kg) in Marcel Wolber einen Ringer zum Gegner, der ansonsten in der ersten Mannschaft des KSK ringt. Vor allem in der zweiten Runde hatte der Furtwangener konditionelle Probleme, die Hezel aber nicht konsequent genug ausnutzen konnte. Er verlor mit 7:16 Punkten. Im abschließenden Kampf bis 75 kg Freistil war Konstantinos Avgerinopoulos (AVS) gegen Philipp Wolber technisch klar unterlegen. Nach vier Minuten hatte der Gastringer einen 18:2 Überlegenheitssieg auf dem Punktezettel stehen und gestaltete das Endergebnis aus Sicht der Gäste etwas freundlicher.

Trainerstimmen zum Derby gegen den KSV Tennenbronn

Nach dem mit 11:15 verlorenen Derby gegen den KSV Tennenbronn begann beim AV Sulgen noch am gleichen Abend eine nüchterne Aufarbeitung.

Sowohl Sulgens Coach Semih Bosyan wie auch AVS-Boss Hans Rohrer waren sichtlich angefressen, weil wie schon beim AB Aichhalden ein möglicher Sieg durch schwache Leistungen einzelner AV-Ringer vergeben wurde. Der verlorene Stadtteil-Klassiker war ein Paradebeispiel, dass im Ringkampfsport fehlende Fitness nicht mit technischen Vorteile wettzumachen sind. Dies betraf beim AV Sulgen vor allem die beiden Georgier Nika Tatuashvili und Shota Glonti. Sie holten gegen die Jugendringer Eduard Jung und Mathias Schondelmaier zwar drei Mannschaftspunkte. Doch dies war viel zu wenig, wie sich am Schluss herausstellte. Hinzu kam dann noch ein unerklärlich schwacher Schwergewichtler Benjamin Lohrer, der bisher im AV-Trikot drei starke Kämpfe ablieferte. Dass er gegen Tennenbronns Dimitar Kumchev einen Vierer abgibt, damit hatten weder die Gastgeber noch die Gäste gerechnet.

Da der KSV Tennenbronn zur Halbzeit unterwartet mit 9:3 vorne lag, bahnte sich angesichts der noch anstehenden fünf Duelle gar ein Debakel gegen den Nachbarn an. Mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung wurde dies nicht nur verhindert, sondern die Sulgener konnten das Derby bis zum Schluss spannend und offen gestalten, wodurch die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. Bereits am Dienstag steht der nächste Regionalligakampf für den AV Sulgen beim heimstarken KSV Hofstetten an. Dort droht eine Fortsetzung der Negativserie, da sich der Aufsteiger aus dem Kinzigtal bislang äußerst wacker geschlagen hat und derzeit im gesicherten Mittelfeld rangiert. Aber vielleicht geht ja gerade dann ein Ruck durch das AVS-Team, wenn im Vorfeld nichts von ihm erwartet wird. AV-Vorstand Technik brachte es auf den Punkt. „Wenn es gelingt, dass alle in der Mannschaft ihre volle Leistung bringen, dann klappt es auch mit dem Siegen“. Kampfbeginn in der Gemeindehalle Hofstetten ist um 21 Uhr.

Trainerstimmen zum Kampf AV Sulgen – KSV Tennenbronn

Matthias Brenn (KSV Tennenbronn): „Als Sieger lässt es sich immer leichter reden. Es war ein wirklich tolles Derby, die Fans waren auf beiden Seiten super. Sulgen hat trotz der Niederlage viel zur Spannung beigetragen. Meiner Mannschaft muss ich ein Riesenkompliment machen. Sie hat taktisch alles hervorragend umgesetzt, obwohl mit vier Jugendlichen angetreten sind. Sulgen war gut, aber wir waren den entscheidenden Tick besser. Der Ausgang der ersten drei Kämpfe hätte ich so nie gedacht. Da haben wir uns super verkauft. Ein weiteres Plus von uns ist es, dass wir mit Timo-Marcel Nagel und Fabian Reiner zwei absolut zuverlässige und starke Ringer zum Kampfende haben, die ein Match umbiegen können. Das Schöne an den Derbys gegen Sulgen ist, dass wir hinterher kameradschaftlich zusammensitzen, ein Bierchen trinken und miteinander freundschaftlich plaudern“.

Semih Bosyan (AV Sulgen): „Natürlich bin ich enttäuscht, dass wir wieder nicht gewonnen haben. Uns haben die Ergebnisse in der 57 kg und 61 kg Klasse das Genick gebrochen. Auch im Schwergewicht bis 130 kg zeigten wir eine schwache Leistung. Was vor dem Kampf die Stimmung gedrückt hat war, dass Marco Eckl krankheitsbedingt ausfällt. Ich hatte mir viele Gedanken über die Aufstellung und unsere Chancen gemacht und sah uns nach fünf Kämpfen mit 9:5 vorne. Statt mit Vorsprung sind wir mit großem Rückstand in die Pause gegangen. So sind unsere Siegchancen praktisch auf null gesunken. Wenn man in der Regionalliga drei Vierer abgibt und keinen einzigen holt, kann man nicht gewinnen. Leider muss ich sagen, dass die Jungs, die unter mir die Vorbereitung auf die Saison mitgemacht haben, konditionell fit sind. Bei unseren auswärtigen Ringern ist das leider nicht der Fall“.

Niederlage im Heimderby

Der AV Sulgen muss weiterhin auf seinen ersten Saisonsieg warten. Er verlor gestern Abend ein packendes Stadt-Derby gegen den KSV Tennenbronn mit 11:15.

Die Gastgeber ließen vor rund 600 begeisterten Ringsportfans in der ersten Halbzeit zu viele Punkte liegen.

Nika Tatuashvili schaffte gegen den unbekümmert auftretenden Eduard Jung erst in den Schlusssekunden den Ausgleich zum 16:16 Punktsieg und sein Georgischer Landsmann Shota Glonti musste sich mit einem 4:0 Punktsieg gegen Mathias Schondelmaier begnügen. Auf Tennenbronner Seite trumpften Dimitar Kumchev und David Brenn groß auf und holten gegen Benjamin Lohrer und Robin Hezel jeweils einen Vierer. Nachdem KSV-Ringer Miroslav Geshev in einem bis zum Schluss offenen Duell Pascal Koch mit 3:2 besiegte, lagen die Gäste zur Pause mit 9:3 vorn. Mit neuem Schwung kamen die Hausherren aus der Kabine und starteten eine furiose Aufholjagend. Erst bezwang David Schulze seinen Kontrahenten Jonas Schondelmaier mit 8:2 Zählern, dann legte Andreas Moosmann gegen Matteo Lehmann mit 9:1 nach. Sulgens Trainer Semih Bosyan brachte sein Team durch einen taktisch klug erkämpften 8:0 Punktsieg gegen Thorsten Götz erstmals mit 11:9 in Führung. Als sich KSV-Athlet Timo-Marcel Nagel im Anschluss gegen den Sulgener Fabio Herzog mit 9:2 durchsetzte, stand es vor dem Schlusskampf 11:11. Die Gäste konnten sich da voll auf Fabian Reiner verlassen, der gegen Jannik Malz schnell in Führung gehen konnte. Malz lag bereits 0:11 zurück und riskierte alles. Ein Untergriff konterte der Tennenbronner und kam dabei zum vorzeitigen Schultersieg.

Die Ergebnisse AV Sulgen – KSV Tennenbronn 11:15:

57 kg F: Nika Tatuashvili – Eduard Jung  1:0 PS 16:16;

130 kg G: Benjamin Lohrer – Dimitar Kumchev 0:4 TÜN 0:16;

61 kg G: Shota Glonti – Mathias Schondelmaier 2:0 PS 4:0;

98 kg F: Pascal Koch – Miroslav Geshev 0:1 PN 2:3;

66 kg F: Robin Hezel – David Brenn 0:4 TÜN 0:15;

86 kg G: David Schulze – Jonas Schondelmaier 2:0 PS 8:2;

71 kg G: Andreas Moosmann – Matteo Lehmann 3:0 PS 9:1;

80 kg F: Semih Bosyan – Thorsten Götz 3:0 PS 8:0;

75 kg F: Fabio Herzog – Timo-Marcel Nagel 0:2 PN 2:9;

75 kg G: Jannik Malz – Fabian Reiner 0:4 SN 0:15.

Kalender

  1. KSK Furtwangen II – AV Sulgen II

    November 17 um 18:45 - 20:00
  2. AV Sulgen II – KSV Winzeln II

    November 23 um 19:15 - 20:30