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Samu und Luca erneut württembergische Meister


Die Brüder Samuel und Luca Moosmann vom AV Sulgen verteidigten bei den Württembergischen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil in Spaichingen jeweils erfolgreich ihren Titel aus dem Vorjahr. Weitere Jugendringer des Regionalligisten waren aufgrund der fehlenden technischen Voraussetzungen nicht am Start. Mit den beiden Klassensiegen sorgten die Brüder somit für eine optimale Ausbeute. In der Vereinswertung der A-Jugend reichte es jedoch nur zum achten Rang unter 23 teilnehmenden Vereinen.

Für seinen insgesamt sechsten Landestitel brauchte der 14-jährige Luca, der altersbedingt erstmals bei der A-Jugend startete, lediglich zwei Siege. Da er mit Oscar Ziegler vom TSV Ehningen in der Klasse bis 42 kg nur einen Gegner hatte, musste er gemäß den Wettkampfregeln mindestens zweimal gegen ihn antreten, um die erforderlichen zwei Siege vorzuweisen. Im ersten Kampf gab es gegen den Schönbuch-Ringer einen Schultersieg, in der zweiten Begegnung punktete Moosmann seinen Widersacher mit 16:0 vorzeitig aus.

Vier Gegner musste der 16 Jahre alte Samuel Moosmann in der Gewichtsklasse bis 51 kg aus dem Weg räumen, um sich den sechsten Landesmeistertitel in Folge und den siebten insgesamt zu sichern. Zum Turnierauftakt gab es gegen Darian Schmid (KSV Aalen) ein 16:1 Punktsieg. Mika Widmann (SVH Königsbronn), Damian Macun (VfL Neckargartach) und Andreas Dudin (SG Schramberg) waren gegen den Sulgener ebenso chancenlos und mussten allesamt Schulterniederlagen einstecken.

Mit den beiden Meistertiteln dürften die Brüder das Ticket für die Deutschen Meisterschaften vom 5. bis 7. April im westfälischen Witten sicher in der Tasche haben. Um dort die Medaillen und das Podium ins Visier zu nehmen, muss weiterhin fleißig trainiert werden. Neben Jugendtrainer Thomas Moosmann, der seine beiden Söhne betreute, war auch Sulgens Aktiventrainer Semih Bosyan über den Erfolg höchst erfreut.

In der zusätzlichen Funktion als Stütztrainer des Württembergischen Ringerverbandes (WRV) hatte er während des Turniers ein wachsames Auge auf die beiden Sulgener Jugendringer geworfen, um sie in seinem Training in den kommenden Wochen fit für den Auftritt in Witten zu bekommen.

Top Platzierungen für Brüder Samuel und Luca Moosmann


Mit den sehr guten Plätzen zwei und fünf kehrten die Brüder Samuel und Luca Moosmann (AV Sulgen) vom Kadetten-Sichtungsturnier des Deutschen Ringerbundes (DRB) im bayerischen Bindlach zurück. Sie waren aufgrund ihrer Leistungen bei Deutschen Meisterschaften 2018 von Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann für dieses hochgradige Turnier nominiert worden. Für Samuel war es bereits die zweite Teilnahme. Nachdem er im Vorjahr (45 kg) mit Rang drei die Bronzemedaille erzielte, schaffte er es diesmal in der mit 13 Teilnehmern stark besetzten Gewichtsklasse 51 kg ins Finale. Zum Turniereinstieg schulterte Samuel Moosmann überraschend den amtierenden Deutschen A-Jugendmeister Paul Tschersich (ASV Plauen) nach vorheriger 6:0 Führung. Gegen den DM-Vierten Gleb Titov (ASV Hüttigweiler) lag der Sulgener nach spannendem Verlauf mit 6:8 in Rückstand, als ihm gegen den Saarländer ein Schultersieg gelang. Mit einem vorzeitigen 11:2 Überlegenheitssieg gegen Albert Nakaev (KSK Neuss) warf er einen weiteren Deutschen Meister von 2018 aus dem Titelrennen. Auch Vizemeister William Schmalfuß (RC Chemnitz) hatte gegen Moosmann keine Chance und lag nach 4:14 Rückstand ebenfalls auf den Schultern. Damit hatte der AVS-Ringer den Endkampf erreicht, in dem er dem Ex-Tennenbronner und aktuellen Deutschen Meister Giorgios Scarpello (KSV Gottmadingen) gegenüberstand. Da zog Moosmann mit 0:8 Punkten den Kürzeren. Bruder Lucas hatte es in der Klasse bis 45 kg mit acht Konkurrenten zu tun. Der Auftakt verlief äußerst unglücklich, denn beim Punktendstand von 4:4 hatte Moosmann gegen Janis Heinzelbecker (SV Weingarten) das Nachsehen. Dies kostete ihn die mögliche Medaille. Zwar schulterte Moosmann im nächsten Kampf den Mecklenburger Antony Nitzschner nach 6:0 Führung. Doch danach kassierte er eine Schulterniederlage gegen Jonas Benzing (SV Triberg). Damit blieb für den Sulgener nur noch der Platzierungskampf um Rang fünf, den er gegen Anton Stegmann (Hessen) souverän mit 9:0 gewann.

Fünf mal Edelmetall für unsere Nachwuchsringer in Hornberg


Letztes Wochenende startete unsere Jugend äußerst erfolgreich bei den Bezirksmeisterschaften im freien Stil in Hornberg.

Mit insgesamt fünf mal Edelmetall kamen unsere Nachwuchstalente aus Südbaden zurück und wir sind sehr stolz auf die „Kleinen“.

Einen Starter hatten wir in der E-Jugend mit Maik Abermeth, der einen tollen Sieg und sich damit den vierten Platz sicherte.

In der D-Jugend gingen Mathias Pfeifer (25 kg), Daniel Loge (26 kg), Julia Lamert (31 kg) und Leon Lamert (34 kg) an den Start. Mit einer astreinen Bilanz von drei Schultersiegen sicherte sich Mathias bravourös den ersten Platz.

Mehr Kämpfe als alle unserer anderen Nachwuchsringer musste Daniel Loge bestreiten. Ganze fünf mal musste er auf die Matte und konnte drei Kämpfe gewinnen, was am Ende den dritten Platz bedeutete.

Für unsere einzige Athletin in den Reihen, Julia, endete das Turnier auf dem 7. Platz leider mit drei Niederlagen. 

Ebenfalls mit zwei Niederlagen und Platz acht musste sich Leon Lamert zufrieden geben.

Mit ebenfalls vier Teilnehmern gingen wir in der C-Jugend an den Start. Hier sammelten unsere Ringer gleich drei Mal Edelmetall. Mit Platz zwei und zwei Siegen endete für Justin Bopp (54 kg) das Turnier sehr erfolgreich. Zwei mal Platz drei holten sich Oscar Herman Rivera (42 kg) und Silas Herzog (58 kg). Lukas Timo Bauer wurde Neunter.

Mit einem Sieg und zwei Niederlagen endete für Yannik Bopp (38 kg) und er B-Jugend das Turnier auf dem vierten Platz.

Wir sind auf alle unsere Teilnehmer sehr stolz und freuen uns auf viele weitere Medaillen für Euch!

Erfolgsserie vom AV Sulgen II im kleinen Derby gerissen


Ausgerechnet im letzten Saisonkampf endete die einmalige Erfolgsserie der Regionalliga-Reserve des AV Sulgen. Nach bis dahin sieben Siege und einem Unentschieden gab es im kleinen Derby gegen Vizemeister AV Hardt II eine 12:20 Niederlage. Das Nachbarschaftsduell litt deutlich darunter, weil beide Mannschaften jeweils zwei Gewichtsklassen unbesetzt ließen und dadurch auf der Matte nur fünf statt neun Begegnungen stattfanden. So kamen auf Gästeseite Samuel Marte (57 kg) und Felix Lupa (61 kg) und beim AVS II David Schulze (98 kg) und Robin Schmidt (130 kg) jeweils kampflos zu einem Vierer. Letzterem wurden diese vier Punkte wieder aberkannt, da Schmidt wenig später in der ersten Mannschaft gegen TuS Adelhausen II gebraucht wurde.

Gegen den oft im Hardter Verbandsliga-Team eingesetzten Dmytro Zlatkin (66 kg) hatte Benjamin Muske keine Chance und kassierte eine frühzeitige Schulterniederlage. Auch AVS-Ringer Fabio Hezel (86 kg) musste gegen Andreas Flaig auf die Schultern. Bis 71 kg kam Rico Hezel im freien Stil gegen Sven Zehnder nicht zurecht und musste vor allem in der ersten Runde viele Punkte abgeben. Im zweiten Abschnitt bekam der Sulgener den konditionell nachlassenden Gastringer besser in den Griff, ohne jedoch selbst zu Wertungen zu kommen. Nach viereinhalb Minuten hatte Zehnder die Zähler für den 19:3 Überlegenheitssieg beisammen. AVS-Coach Semih Bosyan (80 kg) gelang es, die Beinangriffe von Thomas Hettich zu blockieren und mittels Konter zu punkten. Mehr als ein 8:0 Punktsieg war für Bosyan aber nicht drin. AVS-Schlussringer Andreas Moosmann (75 kg) war Khaled Aldusoki technisch in allen Belangen überlegen und sein 15:0 Punktsieg war nur eine Frage der Zeit. Trotz der Niederlage schließt die AVS-Reserve die Saison als Tabellendritter in der Bezirksklasse ab.

Der AV Hardt II hatte mit diesem Sieg seine minimale Chance auf die Meisterschaft gewahrt, blieb aber Vizemeister, weil Spitzenreiter AV Hornberg beim KSV Taisersdorf III mit 19:10 gewann. Die Hardter Verbandsliga-Reserve wird den AV Hornberg jedoch in die Bezirksliga begleiten, da diese Liga durch die geplante Einführung einer Landesliga Südbaden vor einem deutlichen Aderlass steht. Möglicherweise wird auch der AV Sulgen II in der Bezirksliga gebraucht. Dies entscheidet sich jedoch erst Mitte Januar.

Klassenerhalt mit 21:11 Sieg gegen Adelhausen II geschafft


Wunder dauern bekanntlich etwas länger und das Vertrauen darauf hat sich beim AV Sulgen ausgezahlt. Mit einem 21:11 Sieg über den TuS Adelhausen II wurde auf den letzten Drücker der Klassenerhalt in der Regionalliga gesichert. Da für die Gastgeber von vornherein klar war, dass nur ein Sieg mit mindestens neun Punkten Differenz erforderlich ist, um in der Tabelle den sicheren achten Platz zu belegen, herrschte bereits vor dem Wiegen höchste (An)Spannung. Wie werden die Gäste vom Hochrhein aufstellen, nachdem sie selbst noch nicht das rettende Ufer erreicht haben?

Obwohl die Bundesliga-Reserve vom Dinkelberg mit Nick Scherer, Pascal Ruh, Kevin Kähny und Nick Matuhin vier Erstliga erprobte Athleten aufbot, herrschte nach dem Wiegen bei AVS-Trainer Semih Bosyan vorsichtiger Optimismus, dass es zumindest für einen knappen Erfolg reichen kann und der AVS nicht Letzter wird.

Die ersten drei Paarungen verliefen planmäßig. AVS-Youngster Samuel Moosmann verlor gegen Scherer technisch überhöht mit 0:16 und im Schwergewicht lag Ersatzmann Robin Schmidt gegen den Zwei-Meter-Hünen Matuhin nach nur wenigen Sekunden auf den Schultern. Bis 61 kg gelang AVS-Ringer Nika Tatuashvili gegen Luis Reinger ebenfalls ein schneller Schultersieg. Ganz anders verlief dagegen das Duell zwischen Özkan Öztürk (98 kg), der erneut den privat verhinderten Andreas Miekeley vertrat, und Kevin Kähny. Der hoch favorisierte Adelhausener hatte Glück, beim 1:1 Punktsieg die entscheidende letzte Wertung durch eine Passivität des Sulgeners zugesprochen zu bekommen. Da der bravourös kämpfende Öztürk damit nur einen Mannschaftszähler abgab, löste bei den Gastgebern den Impuls aus, dass an diesem Abend mehr als nur ein knapper Sieg drin ist. Nachdem Giorgi Davitaia den TuS-Ringer Alican Ulu mit 15:0 ausgepunktet hatte, ging es mit einer 9:8 Führung der Gäste in die Pause.

Für einen Paukenschlag sorgte bei Wiederanpfiff AVS-Athlet Pascal Koch. Gegen Marius Quinto zunächst mit 0:2 in Rückstand geraten, reagierte Koch mit einer Beinschleuder aus dem Stand und löste mit seinem Schultersieg großen Jubel unter den 250 AVS-Fans aus. Damit waren die Ringer vom Hochrhein angezählt. Bis 71 kg operierte der in bestechender Form befindliche Marco Eckl vom AVS gegen Jörn Schubert taktisch klug und kam wiederholt zu kleinen Wertungen. Mit seinem 5:0 Punktsieg kamen weitere zwei Mannschaftspunkte aufs Sulgener Konto. Einmal mehr lieferte AVS-Akteur Valentin Baier (80 kg) eine Zitterpartie für Trainer und Mannschaftskameraden. Gegen den deutlich leichteren Leonard Zavarin ließ er sich im zweiten Kampfabschnitt unnötigerweise in die Defensive drängen, die prompt mit einer Passivität durch den Kampfrichter geahndet wurde. Lobenswert, dass Baier Sekunden vor Schluss nochmals angriff und eine Zweierwertung zum 10:1 Punktsieg holte. Damit waren alle Voraussetzungen gegeben, die 10:18Niederlage aus dem Vorkampf wettzumachen. Denn AVS-Klassiker Jannik Malz (75 kg) steuerte mit seinem mühelosen 16:0 Überlegenheitssieg über Tom Blum einen weiteren Vierer bei. AVS-Schlussringer Fabio Herzog konnte sich somit gegen Pascal Ruh eine 0:14Niederlage leisten. Selten wurde eine 1:6 Punktniederlage von Herzog so gefeiert wie an diesem Abend.

Hinterher analysierte ein erleichterter AVS-Coach Semih Bosyan: „Obwohl wir wieder einmal vor einem äußerst wichtigen Kampf nicht in Bestbesetzung antreten konnten, ist bei uns endlich mal alles optimal gelaufen. Adelhausen hat sich mit ihrer Aufstellung wohl etwas verspekuliert. Dass sie die Begegnung ernst nahmen und nur knapp verlieren wollten zeigt die Tatsache, dass Schwergewichtler Nick Matuhin extra von Frankfurt/Oder nach Sulgen zum Kampf gefahren ist“.

Wertungen AV Sulgen – TuS Adelhausen II 21:11

57 kg G: Samuel Moosmann – Nick Scherer 0:4 TÜN 0:16

130 kg F: Robin Schmidt – Nick Matuhin 0:4 SN 0:4

61 kg F: Nika Tatuashvili – Luis Reinger 4:0 SS 4:0

98 kg G: Özkan Öztürk – Kevin Kähny 0:1 PN 1:1

66 kg G: Giorgi Davitaia – Alican Ulu 4:0 TÜS 15:0

86 kg F: Pascal Koch – Marius Quinto 4:0 SS 4:2

71 kg F: Marco Eckl – Jörn Schubert 2:0 PS 5:0

80 kg G: Valentin Baier – Leonard Zavarin 3:0 PS 10:1

75 kg G: Jannik Malz – Tom Blum 4:0 TÜS 16:0

75 kg F: Fabio Herzog – Pascal Ruh 0:2 PN 1:6.

Harte Aufgabe für Klassenerhalt


Die Vorgaben sind klar, die Chancen schier aussichtslos. Der AV Sulgen braucht im letzten Saisonkampf zu Hause einen Sieg über den TuS Adelhausen II, der mit neun Punkten Differenz ausfallen muss. Die Ausgangssituation im Tabellenkeller der Regionalliga Baden-Württemberg könnte für den AV Sulgen kaum schlechter sein. Im Falle einer Niederlage gegen die Oberrhein-Staffel droht der letzte Tabellenplatz, da von einem Sieg des Nachbarn AB Aichhalden gegen die nun gesicherte WKG Weitenau-Wieslet ausgegangen werden muss. Das bedeutet automatisch den sicheren Abstieg in die Oberliga Württemberg. Gelingt gegen die Dinkelberg-Ringer ein knapper Sieg, wären die Sulgener unabhängig vom Ausgang in Aichhalden Vorletzter und zumindest bis zum 31. Januar 2019 noch nicht abgestiegen. Bis dahin muss sich der Vizemeister der Regionalliga entscheiden, ob er das Aufstiegsrecht (keine Pflicht) in die Bundesliga wahrnimmt.

An diese Chance glaubt beim AV Sulgen allerdings niemand, ganz gleich, ob der Vizemeister RKG Reilingen-Hockenheim oder ASV Schorndorf heißt. Zu gut ist vom Vorjahr noch in Erinnerung, dass keine Mannschaft Erster oder Zweiter werden wollte. Um den Klassenerhalt noch vor Weihnachten in der Tasche zu haben und für die nächste Saison planen zu können, braucht es deshalb einen Sieg gegen den TuS Adelhausen II, der in der Differenz um einen Punkt höher ausfällt als die 12:18 Niederlage in der Vorrunde. Denn nur wenn die Sulgener im direkten Vergleich mit Adelhausen besser sind, schließen sie die Saison auf dem achten Tabellenplatz ab. In Anbetracht des großen Ringer-Kaders, der den Südbadenern zur Verfügung steht, ein nahezu unlösbares Unterfangen. Bereits drei Hochkaräter wie Nick Scherer (57 kg), Ali Umarpashaev (75 kg) und Nick Matuhin (130 kg) würden den Gästen genügen, um die Mindestpunktzahl zu holen. Darüber hinaus sind Jörn Schubert (71 kg), Pascal Ruh (80 kg), Michael Kaufmehl (86 kg) und Kevin Kähny (98 kg) Athleten, die die Matte meist als Sieger verlassen. Trotz dieser trüben Aussichten kommt für die Gastgeber nicht infrage, die Segel vorher schon zu streichen. Gerade vor eigenem Publikum soll mit der derzeit stärksten Zehn angetreten und alles versucht werden, um sich hinterher nichts vorwerfen lassen zu müssen. Kampfbeginn in der Festhalle Sulgen ist um 20 Uhr.

Im Vorkampf um 18.45 Uhr gibt es einen kleinen Leckerbissen mit lokalem Charakter. Da empfängt die Sulgener Regionalliga-Reserve die zweite Mannschaft des Verbandsligisten AV Hardt. Die Gäste von der Höhe haben noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft in der Bezirksklasse, sind aber auf Schützenhilfe des KSV Taisersdorf III angewiesen. Die Hausherren können sich dagegen in der Tabelle weder verbessern, noch verschlechtern. Ihr Ehrgeiz liegt in der Revanche für die hohe 4:29Niederlage in Hardt in der Vorrunde und der Wille, die Rückrunde ungeschlagen zu beenden.

12:17 Sieg gegen den AC Villingen


Die Siegesserie der Regionalliga-Reserve des AV Sulgen ist durch Nichts zu stoppen. Obwohl mit Samuel Moosmann und Shota Glonti zwei wichtige Punktesammler im reduzierten Team fehlten, entführten die Sulgener beim AC Villingen mit 12:17 beide Punkte und verdrängten die Brigach-Ringer von Platz drei in der Bezirksklasse-Tabelle. Damit bleibt der AV Sulgen II in der Rückrunde bei sieben Siegen und einem Unentschieden weiterhin ungeschlagen.

Bis 57 kg kam AVS-Oldie Michael Fader kampflos zu einem Vierer, da die Gastgeber diese Klasse nicht besetzt hatten. Im Schwergewicht glichen die Villinger die Sulgener Führung durch Wladimir Reibert aus, der Robin Schmidt vom AVS frühzeitig auf die Schultern drückte. Bis 98 kg kam AVS-Ringer David Schulze im für ihn ungewohnten freien Stil gut zurecht und hatte Vitalij Zamesov beim 6:1 Punktsieg sicher unter Kontrolle. Dafür durfte Schulzes Vereinskamerad Rico Hezel bis 66 kg in seiner Lieblingsstilart griechisch-römisch antreten und besiegte Amir Abdullahi mit 9:1 Punkten.

Für einen ungewöhnlichen Kampfverlauf sorgte AVS-Akteur Valentin Baier (86 kg). Er lag gegen Stefan Ebner mit 0:2 zurück, als der Villinger einen Schwunggriff auspackte und Baier sich in der Brücke widerfand. Dem Sulgener gelang es jedoch, spontan die Brücke zu übertragen und selber zu einem überraschenden Schultersieg zu kommen. Gegen den früheren AVS-Ringer Edgar Lang (AC/75 kg) verlor Konstantinos Angerinopoulos bereits auf der Waage durch Übergewicht. Aber auch den Freundschaftskampf entschied der Ex-Sulgener mit einem Schultersieg klar für sich. Nachdem in der 80 kg Klasse Sulgen II einen weiteren Vierer an AC-Ringer Eldar Abakarav abgab, führten die Gäste aus Sulgen vor dem letzten Kampf in der 75 kg Klasse nur noch mit 12:13. Einmal mehr war auf AVS-Schlussringer Andreas Moosmann Verlass, der mit einem technischen Überlegenheitssieg gegen Mikail Süzer alle Zweifel am Gesamtsieg beseitigte.

Im letzten Saisonkampf am kommenden Samstag steht nun das kleine Derby gegen den AV Hardt II in der Sulgener Festhalle an. Mit einem Sieg soll nicht nur Revanche für die hohe 4:29 Niederlage im Vorkampf genommen, sondern auch die Rückrunde ungeschlagen beendet werden. Kurioses am Rande: Weil für diese Begegnung kein lizenzierter Kampfleiter zur Verfügung stand, verzichtete AVS-Akteur Benjamin Muske auf seinen Einsatz im Team und stellte sich als Kampfrichter zur Verfügung. Dies konnten die Sulgener gut verkraften, weil Villingen bis 61 kg ebenfalls keinen Ringer aufbot und es somit zu einer 0:0 Wertung kam.

Niederlage mit Folgen? 16:14 Niederlage bei der WKG Weitenau-Wislet


Oberliga wir kommen? Nach der bitteren 14:16 Niederlage bei der WKG Weitenau-Wieslet kann den AV Sulgen nur noch ein Wunder vom Abstieg aus der Regionalliga Baden-Württemberg retten.

Obwohl die Sulgener Staffel nicht mit den besten Voraussetzungen ins Kleine Wiesental gereist war – Andreas Miekeley (98 kg) musste krankheitsbedingt erneut passen – waren die Chancen auf einen Sieg vorhanden. Beim Stand von 14:14 hätte AVS-Schlussringer Fabio Herzog ein knapper Punktsieg hierfür ausgereicht. Er verlor jedoch wie im Vorkampf gegen Dennis Kronenberger mit 1:5. Schade nur, dass durch diese Niederlage die sensationelle Leistung von AVS-Athlet Marco Eckl in den Hintergrund rückte. Nur durch seinen 11:10 Punktsieg über den hoch favorisierten Zorhab Orhanian kämpfte der AVS bis zum Schluss auf Augenhöhe mit.

Durch taktische Umstellungen kam auf Sulgener Seite Youngster Samuel Moosmann zu seinem Regionalliga-Debüt. Allerdings traf er hierbei auf Top-Athlet Svetlin Shindov, dem er sich technisch überlegen mit 0:15geschlagen geben musste. Im Schwergewicht geriet AVS-Ringer Benjamin Lohrer gegen Marcus Miekein frühzeitig in Rückstand. Im weiteren Kampfverlauf gelang es ihm dann, die Beinangriffe des Wiesentalers zu kontrollieren und die Niederlage mit 0:4 Punkten in Grenzen zu halten. Bis 61 kg bestimmte Sulgens Nika Tatuashvili gegen Maximilian Tröndlin klar das Kampfgeschehen. Mit ständigen Beinangriffen kam er immer wieder zu Wertungen und hatte nach dreieinhalb Minuten die Zähler für den 20:3 Überlegenheitssieg in der Tasche. Miekeley-Ersatzmann Özkan Ötürk (98 kg) konnte gegen Michael Herzog das Geschehen in der ersten Runde offen halten und lag nur 1:2 zurück. Der Heimringer drehte danach immer stärker auf und schaffte mit einer Vierer-Wertung in der sechsten Minute noch den Überlegenheitssieg. Im Gegenzug ließ Sulgens Giorgi Davitaia (66 kg) dem Wiesentaler Simon Dürr keine Chance und schickte ihn nach etwas mehr als fünf Minuten mit 18:3 von der Matte. Dadurch verkürzten die Gäste ihren Rückstand zur Pause auf 8:10. Nachdem Pascal Koch (86 kg) WKG-Trainer Kai Vögtlin mit 12:3 souverän ausgepunktet hatte, kam es zwischen Zorhab Ohanian (WKG/71 kg)) und Marco Eckl zur spannendsten und dramatischsten Begegnung des Abends. Nachdem die Führung mehrmals wechselte, sah es Sekunden vor dem Schlusspfiff beim Stand von 10:7 nach einem erwarteten Punktsieg des Heimringers aus. Doch Eckl drehte mit einem blitzschnellen Beinangriff und Vierer-Wertung das „Ding“ noch zu seinen Gunsten und löste im AVS-Lager kollektiven Jubel aus.

Die 12:10 Führung von Sulgen hielt jedoch nicht lange. WKG-Ass Jonas Dürr setzte AVS-Coach Semih Bosyan ständig unter Druck und kam nach viereinhalb Minuten mittels hoher Wertung zum 15:0 Überlegenheitssieg. Alles war wieder offen, nachdem AVS-Ringer Jannik Malz seinen unbequemen Gegner Stefan Kilchling mit einer starken Schlussphase 5:1 besiegte. Am Ende triumphierten jedoch die Gastgeber, die sich mit diesem 16:14 Sieg den Klassenerhalt sicherten. Da gleichzeitig der TuS Adelhausen II den KSV Schriesheim mit 28:11 besiegte, braucht der AV Sulgen im letzten Saisonheimkampf am kommenden Samstag einen Sieg gegen die TuS-Oberrhein-Staffel mit mindestens neun Punkten Differenz, um die Klasse zu erhalten.

Wertungen: WKG Weitenau-Wieslet – AV Sulgen 16:14

57 kg G: Svetlin Shindov – Samuel Moosmann 4:0 TÜS 15:0

130 kg F: Marcus Mickein – Benjamin Lohrer 2:0 PS 4:0

61 kg F: Maximilian Tröndlin – Nika Tatuashvili 0:4 TÜN 3:20

98 kg G: Michael Herzog – Özkan Öztürk 4:0 TÜS 18:1

66 kg G: Simon Dürr – Giorgi Davitaia 0:4 TÜN 3:18

86 kg F: Kai Vögtlin – Pascal Koch 0:3 PN 3:12

71 kg F: Zorhab Ohanian – Marco Eckl 0:1 PN 10:11

80 kg G: Jonas Dürr – Semih Bosyan 4:0 TÜS 15:0

75 kg G: Stefan Kilchling – Jannik Malz 0:2 PN 1:5

75 kg F: Dennis Kronenberger – Fabio Herzog 2:0 PS 5:1.

Risiko hat sich gelohnt – Sieg gegen KSV Schriesheim


Alles riskiert und alles gewonnen. Mit einem in dieser Höhe nicht erwarteten 24:14 Sieg über den KSV Schriesheim hat sich der AV Sulgen wieder von den Abstiegsplätzen entfernt. Bewusst über die Bedeutung des Kampfes und der aktuell unbefriedigenden Tabellensituation stellte AVS-Trainer Semih Bosyan seine Mannschaft gegenüber der Vorwoche auf gleich mehreren Positionen um. „Opfer“ dieser Taktik wurde Giorgi Daivatia, der den zweiten Ausländerplatz an Nika Tatuashvili abtreten musste. Auch der angeschlagene Marco Eckl rückte wieder ins Regionalliga-Team und dazu noch Rico Hezel von der zweiten Mannschaft. Da Andreas Miekeley krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stand, stieg Valentin Baier um gleich zwei Gewichtsklassen ins 98 kg Limit auf.

Der Euphorie darüber, den Nordbadenern damit ein Schnippchen zu schlagen und die Schwachstellen voll auszunutzen, wich jedoch nach dem Wiegen die Ungewissheit. Denn auch die Gästestaffel hatte aufgrund von verletzten Athleten kräftig umdisponiert, womit im Sulgener Lager niemand rechnen konnte. Doch auf der Matte bewiesen Tatuashvili, Eckl und Hezel mit ihren Schultersiegen, dass genau hierin der Schlüssel zum dringend benötigten Erfolg lag und alle für den Mut belohnt wurden. Zumal Eckl und Hezel stilartfremd agieren mussten und sich damit voll in den Dienst der Mannschaft stellten.

Trotz des hohen Sieges darf andererseits nicht unerwähnt bleiben, dass die Gäste aus der Nähe Heidelbergs mit einer unbesetzten Gewichtsklasse und einem zu schweren Ringer ein vorweihnachtliches Geschenk in Form von acht Punkten mitbrachten. Dadurch kamen Shota Glonti – er gewann den Freundschaftskampf gegen Jerome Mücke nach einer Minute auf Schultern – und Coach Semih Bosyan kampflos zu je einem Vierer. Offensichtlich war auch, dass Jannik Malz’s Gegner Kerim Ferchichi nicht fit in den Kampf ging und von dem Sulgener frühzeitig mit einem Armzug geschultert wurde. Ungewöhnlich für einen Regionalliga-Kampf war zudem, dass nur das Duell zwischen AVS-Ringer Pascal Koch (86 kg) und Rahmatullah Moradi über die volle Distanz von sechs Minuten dauerte. Zweimal spielte der Schriesheimer seine Schnelligkeit mit Beinangriffen aus und kam zu einem unspektakulären 5:0 Punktsieg. Chancenlos auf Sulgener Seite waren Fabio Herzog (75 kg), Valentin Baier und Schwergewichts-Ersatzmann Robin Schmidt, die ihren Gegnern jeweils einen Überlegenheits- oder Schultersieg überlassen mussten.

Obwohl die Partie nach nur einer Stunde Geschichte war, kamen die rund 200 Zuschauer auf ihre Kosten. Für den AV Sulgen beginnt nun die heiße Schlussphase. Der nächste Kampf am kommenden Samstag bei der WKG Weitenau-Wieslet hat den Charakter eines „Endspiels“. Denn der Verlierer wird kaum noch Chancen auf den Klassenerhalt haben.

Wertungen AV Sulgen – KSV Schriesheim 24:14

57 kg G: Shota Glonti – Jerome Mücke 4:0 Übergewicht

130 kg F: Robin Schmidt – Dzhambulat Ustaev 0:4 SN 0:4

61 kg F: Nika Tatuashvili – Deniz Güvener 4:0 SS 10:2

98 kg G: Valentin Baier – Rene Jünger 0:4 TÜN 0:15

66 kg G: Marco Eckl – Batur Wakilzadah 4:0 SS 8:2

86 kg F: Pascal Koch – Rahmatullah Moradi 0:2 PN 0:5

71 kg F: Rico Hezel – Alexander Hirth 4:0 SS 15:0

80 kg G: Semih Bosyan – unbesetzt 4:0 kampflos

75 kg G: Jannik Malz – Kerin Ferchichi 4:0 SS 4:0

75 kg F: Fabio Herzog – Shamil Ustaev 0:4 TÜN 0:15.

Wichtiger und schwerer Kampf gegen den KSV Schriesheim steht bevor


Der AV Sulgen muss im Endspurt der Verbandssaison jetzt dringend liefern, sonst war es das mit der Regionalliga Baden-Württemberg nach nur zwei Jahren. Drei Kämpfe verbleiben der Mannschaft um Trainer Semih Bosyan noch, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Am schwierigsten wird dies wohl am kommenden Sonntag werden, wenn der Tabellendritte KSV Schriesheim in der Sulgener Festhalle die Visitenkarte abgibt. Zumindest wissen die Gastgeber schon vor dem Anpfiff um 15 Uhr, wie es um sie im Tabellenkeller bis dahin bestellt ist. Mit-Abstiegskonkurrent AB Aichhalden hat im Derby mit dem KSV Tennenbronn sicherlich die leichtere Aufgabe. Bleiben die beiden Punkte am Eschachursprung, würde sich der Abstand zu dem Erzrivalen auf drei Punkte vergrößern, sollte der AVS gegen Schriesheim leer ausgehen. Weniger Sorgen müssen sich die Sulgener über die WKG Weitenau-Wieslet machen, die zu Hause gegen den Titelfavoriten ASV Schorndorf nur Außenseiter ist.

Wie aber kann ein Sieg gegen Schriesheim gelingen? Darüber haben sich AVS-Coach Bosyan sowie Vorsitzender Hans Rohrer mehrfach den Kopf zerbrochen und hoffen, die richtige Aufstellung ausgetüftelt zu haben. Tatsache ist, dass die Gäste von der Bergstraße mit den Brüdern Shamil (71 kg) und Dzhambulat Ustaev (130 kg), Rahmatullah Moradi (86 kg) und Dawid Wolny (75 kg Freistil) vier absolute Top-Stars in ihren Reihen haben, gegen die aus Sulgener Sicht kein Kraut gewachsen sein dürfte. Hinzu kommt die Problemgewichtsklasse 61 kg, in der der AVS bisher nicht viel zu bieten hatte. Wenn da jeweils ein Vierer abgegeben wird, sinken die Siegchancen gen Null, zumal mit René Jünger noch ein weiterer KSV-Athlet für einen Einzelsieg infrage kommt. Gegen Jünger zog AVS-Ringer Andreas Miekeley im Vorkampf bis 130 kg mit 1:3 Punkten den Kürzeren. Für das Re-Match in der 98 kg Klasse hat sich Miekeley fest vorgenommen, den Spieß umzudrehen. Neben den einkalkulierten Punkten von Shota Glonti, Giorig Davitaia, Jannik Malz und Valentin Baier brauchen die Einheimischen auch eine Portion Glück, um als Sieger hervorzugehen.

Im Vorkampf um 13.45 Uhr will die AVS-Reserve ihre in der Rückrunde beeindruckende Erfolgsserie gegen den KSV Vöhrenbach fortsetzen. Allerdings dürfen nicht wie im Vorkampf bei der 14:19 Niederlage zwei Gewichtsklassen unbesetzt bleiben.

Ihre beiden letzten Saisonkämpfe bestreitet die erste Schülermannschaft. Sie trifft beim Dreier-Kampftag auf den KSV Taisersdorf und auf den AB Aichhalden II. Wenn sie die starke Leistung vom vergangenen Wochenende wieder abrufen kann, sind durchaus zwei Siege drin, wodurch der Aufsteiger in der Endtabelle einen hervorragenden vierten Rang belegen würde. Aber auch nur ein Sieg und Platz fünf wäre ein Lohn für die investierte Arbeit in den Nachwuchs. Die Schülerkämpfe beginnen um 11.45 Uhr.