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Niederlage im Stadtderby gegen den KSV Tennenbronn

Der AV Sulgen hat ein packendes Stadtteil-Derby in der Regionalliga Baden-Württemberg gegen den KSV Tennenbronn mit 12:19 verloren. Bis zur Halbzeit hatte es für die Mannschaft um AVS-Trainer Semih Bosyan noch ganz gut ausgesehen. Da lag sie mit 12:8 Punkten in Führung. Doch die Sulgener agierten nach der Pause glücklos und verloren alle fünf Mattenduelle gegen die Ringer der Gastgeber. Dabei war auch Pech im Spiel.

Erwartungsgemäß punktete AVS-Ringer Shota Glonti den jungen Julian Götz systematisch nach Punkten aus, bis nach zwei Minuten der 15:0 Überlegenheitssieg perfekt war. Im Schwergewicht vertrat Kevin Preuss (AVS) den verhinderten Benjamin Lohrer. Gegen Dimitar Kumchev hatte er erwartungsgemäß keine Chance und wurde geschultert. Bis 61 kg stand auch AVS-Athlet Benjamin Muske gegen David Brenn auf verlorenem Posten und kassierte eine Schulterniederlage. In der Kategorie 98 kg diktierte Andreas Miekeley (AVS) gegen Maximilian Mond klar das Geschehen und punktete sowohl aus dem Stand wie auch in der Bodenlage. Nach knapp vier Minuten stand sein 15:0 Überlegenheitssieg fest. Aufgrund des Übergewichts von Lukas Brenn (KSV) gab es einen weiteren Vierer für den AV Sulgen durch Giorgi Davitaia (66 kg). Den Freundschaftskampf auf der Matte gewann der Sulgener mit 11:1.

Spannend wie im Vorkampf war das Duell zwischen Pascal Koch (AVS) und Miroslav Geshev. Bis zehn Sekunden vor Schluss führte Koch mit 2:1, ehe der Tennenbronner einen schnellen Angriff durchbrachte und noch zwei Durchdreher zum 7:2 Punktsieg folgen ließ. Noch spannender war der Kampf zwischen Semih Bosyan und Luca Lehmann im Limit bis 71 kg. Der Tennenbronner ging schnell mit 6:0 in Führung, doch Bosyan kämpfte sich Punkt und Punkt heran und übernahm in der sechsten Minute mit 8:6 Führung. Wie zuvor Koch musste Bosyan ebenfalls den Sieg noch aus der Hand geben, nachdem Lehmann mit einem Take-Down zum 8:8 ausgleichen konnte und durch die höhere Wertung die Nase vorn hatte. Auch bis 80 kg sah Valentin Baier lange Zeit wie der Sieger gegen Jonas Schondelmaier aus. Baier nahm eine 3:0 Führung in die Pause, agierte im zweiten Abschnitt jedoch zu defensiv. Obwohl dem Tennenbronner keine technische Wertung gelang, profitierte er von Passivitätspunkten gegen Baier. Ob der 4:3 Sieg von Schondelmaier gerecht war, darüber lässt sich streiten.

Beim Stand von 12:12 hatten die AVS-Ringer Jannik Malz gegen Fabian Reiner und Fabio Herzog gegen Timo-Marcel Nagel unlösbare Aufgaben vor sich. Malz verlor wiederholt gegen seinen Angstgegner durch technische Überlegenheit, Herzog mit 0:8, wodurch die 12:19 Niederlage besiegelt war.  

Trainerstimmen:

Matthias Brenn (KSV Tennenbronn): „Es war ein Derby, wie es sein soll: Viele Zuschauer, gute Stimmung und spannende Kämpfe. Jede Mannschaft wollte unbedingt gewinnen und hat das Beste aus sich herausgeholt. Am Ende waren wir einen Tick besser. Wir haben die Schlüsselkämpfe in den Gewichtsklassen 71 kg, 80 kg und 86 kg gewonnen und dabei auch ein bisschen Glück gehabt. Ich weiß nicht, wie die Begegnung verlaufen wäre, wenn Luca Lehmann auf die Schultern verloren hätte. Ich bin überzeugt, dass der AV Sulgen mit dieser Mannschaft den Klassenerhalt schafft, auch wenn mich die Ergebnisse in der Regionalliga an diesem Wochenende überrascht haben“.

Semih Bosyan (AV Sulgen): „Unterm Strich haben wir natürlich verdient verloren. Mit ein bisschen Glück hätten wir auch gewinnen oder wenigstens einen Punkt mitnehmen können. Nachdem Pascal Koch unglücklich und ich unnötig verloren haben, war die Niederlage besiegelt. Ich möchte mal die Kampfrichterleistung hervorheben, auch wenn einige Entscheidungen zu Ungunsten von uns ausfielen. Vielleicht haben wir in den nächsten Kämpfen mit dem Kampfleiter das bisschen Glück, das man zum Gewinnen braucht. Unterm Strich bin ich aber mit unserer Mannschaftsleistung zufrieden und die Moral stimmt. Jetzt gilt die volle Konzentration auf den nächsten Heimkampf am kommenden Freitag gegen den KSV Hofstetten. Da bin ich sehr positiv gestimmt, dass wir gewinnen“.

Erfolge auch bei der zweiten Mannschaft und den Schülern

Die Regionalliga-Reserve des AV Sulgen setzte auch am dritten Rückrunden-Kampftag ihre jüngste Erfolgsserie fort. Gegen den KSV Taisersdorf III gab es einen klaren 22:10 Sieg. Eine Verbesserung in der Tabelle der Bezirksklasse gelang damit nicht, doch zumindest wurde nach Pluspunkten zu den Mannschaften im Mittelfeld aufgeschlossen. Gastgeschenke brachten die Linzgauer in den Gewichtsklassen 57 kg und 61 kg mit, die sie nicht besetzten. Dadurch strichen die AVS-Ringer Samuel Moosmann und Michael Fader jeweils kampflos vier Mannschaftszähler ein. Ein kleines Erfolgserlebnis feierte Sulgens Schwergewichtler Robin Schmidt (130 kg). Er verlor zwar gegen Michael Hatt mit 0:6 Punkten, schaffte es jedoch erstmals, über die volle Kampfzeit von sechs Minuten zu kommen. Bis 98 kg zeigte Sulgens Oldie Ildar Schreiner, dass man mit 58 Jahren sich vor der jüngeren Generation nicht zu verstecken braucht. Gegen den 27-jährigen Manfred Willibald blieb Schreiner durch kluge Ringweise mit 8:1 Punkten siegreich. AVS-Ringer Rico Hezel machte bis 66 kg mit Philipp Schneider kurzen Prozess und legte ihn mit der ersten Griffaktion auf die Schultern. Den ersten Vierer für die Gäste gab es durch Sandro Martin, der Fabio Hezel mit 16:0 technisch überlegen besiegte. Weitere vier Zähler erhielt KSV-Athlet Nick Jöhl, der in der Gewichtsklasse 71 kg keinen Gegner hatte. Sulgens Trainer Semih Bosyan (80 kg) punktete in der Bodenlage gegen Nikolas Betz wiederholt mit Einsteiger, bis der 15:0 Überlegenheitssieg nach zwei Minuten feststand und das ungleiche Duell beendet war. Einen krönenden Schlusspunkt setzte AVS-Akteur Andreas Moosmann. Bereits klar in Führung liegend hob er Johannes Schneider dreimal in Folge aus der Bodenlage ab und punktete mit bilderbuchmäßigen Würfen zum 18:0 Überlegenheitssieg.

Beim Dreier-Heimkampftag in der Schüler-Bezirksklasse besiegte die erste AVS-Jugendstaffel den KSV Wollmatingen mit 16:15. Pech hatte sie im Kampf gegen den KSV Gottmadingen II, der mit 14:15 knapp verloren ging. Beispielsweise fehlte Lukas Bauer bei seiner 6:14 Niederlage nur ein technischer Punkt für ein Unentschieden. Die Punkte für Sulgen holten Mathias Pfeifer, Luca Moosmann (je acht), Daniel Loge (sechs), Lukas Bauer und Allen Ebol (je vier).

Zu einem 28:0 Sieg kam die zweite Schülermannschaft des AV Sulgen in der A-Klasse Schwarzwald gegen den KSK Furtwangen II, da die Gäste krankheitsbedingt nicht angetreten waren. So holten Maik Abermeth, Sebastian Schrägle, Julia Lamert, Yannik Bopp, Mona Brändle, Justin Bopp und Silas Herzog jeweils kampflos vier Punkte.

Klassenerhalt rückt mit Sieg gegen SRC Viernheim in Reichweite

So kann es was werden mit dem Klassenerhalt. Mit einem 18:13 Sieg über den SRC Viernheim hat Regionalligist AV Sulgen erstmals im Saisonverlauf die Abstiegsränge verlassen.

Obwohl die Gastgeber erstmals in Bestbesetzung antreten konnten, war es ein schweres Stück Arbeit, den Aufsteiger aus Südhessen zu bezwingen. Trotz jetzt Platz sieben in der Tabelle, hielt sich der Jubel über die beiden wichtigen Punkte im Abstiegskampf nach dem Schlusspfiff in Grenzen. Die Art und Weise, wie die ins Team nach ihrer Verletzung zurückgekehrten Stammkräfte Marco Eckl und Jannik Malz ihre Kämpfe verloren, trieben AVS-Trainer Semih Bosyan doch einige Sorgenfalten auf die Stirn.

Von Beginn an lief es prächtig für die Einheimischen. Shota Glonti (57 kg) hatte den jungen Finn Strohmer gut im Griff und kam nach knapp fünf Minuten zum erhofften Überlegenheitssieg. Im Schwergewicht bis 130 kg hatten die Gäste umgestellt und Rahman Bayram aufgeboten. AVS-Ringer Benjamin Lohrer agierte taktisch klug, legte frühzeitig eine 2:0 Führung vor, die er nach und nach zu einem 5:0 Punktsieg ausbaute. Danach war die Gästestaffel an der Reihe, die durch Mirko Hilkert kampflos punktete, weil Sulgen bis 61 kg keinen Ringer aufbot. Ein angeschlagener Mohammed Rachid war für Sulgens Andreas Miekeley genau der richtige Aufbaugegner nach der schmerzhaften Rippenverletzung. Mit mehreren Rollen am Boden kam Miekeley ohne größeren Krafteinsatz zu einem schnellen Überlegenheitssieg. Mächtig zur Sache ging es im Duell bis 66 kg zwischen AVS-Athlet Giorgi Davitaia und Pascal Hilkert. Rasch ging Davitaia mit 4:0 in Führung, doch der starke Viernheimer verhinderte erfolgreich einen hohen Sieg des Sulgeners, der mit 8:2 ausfiel. Bis in die fünfte Minute war die Begegnung zwischen AVS-Ringer Pascal Koch (86 kg) und Matthias Schmidt ausgeglichen. Koch sicherte sich aber mit einer starken Schlussphase noch einen klaren 5:1 Punktsieg. Im Limit bis 71 kg gelang Marco Eckl mit einem schönen Angriff die erste Zweierwertung gegen Shyukri Shyukriev. Dem Sulgener machte vor allem in der zweiten Kampfhälfte seine Knieverletzung wieder zu schaffen. Dies nutzte der Viernheimer rigoros zu einem Überlegenheitssieg aus. Für die Entscheidung sorgte wie schon im Derby gegen den AB Aichhalden AVS-Athlet Valentin Baier. Trotz klarer Führung ging er hohes Risiko und wurde mit einem Schultersieg gegen Norman Balz belohnt. Ein dickes Fragezeichen über seine derzeitige Fitness ließ Jannik Malz (AVS/75 kg) zurück. Nach guter Anfangsphase und 2:0 Führung baute er gegen Florian Scheuer unerklärlich ab und kassierte eine 2:17 Niederlage. Offensichtlich wollte er in Anbetracht des feststehenden Sulgeners Sieges wegen der vor drei Wochen erlittenen Platzwunde an der Stirn kein Risiko eingehen. Im Schlusskampf zwischen AVS-Akteur Fabio Herzog und dem deutschen Vize-Juniorenmeister Sebastian Schmidt belauerten sich beide Athleten gegenseitig. Herzog hatte das Pech, in dem aktionsarmen Duell eine Aktionszeit zu erhalten, wodurch der 1:0 Punktsieg des Viernheimers zustande kam. Da der AB Aichhalden unerwartet deutlich den KSV Hofstetten mit 20:8 besiegte, ist die Abstiegsszene noch enger zusammengerückt und verspricht in den verbleibenden sechs Kampftagen noch viel Spannung.

AV Sulgen – SRC Viernheim 18:13
57 kg G: Shota Glonti – Finn Strohmer 4:0 TÜS 15:0
130 kg G: Benjamin Lohrer – Rahman Bayram 2:0 PS 5:0
61 kg F: unbesetzt – Mirko Hilkert 0:4 kampflos
98 kg G: Andreas Miekeley – Mohammed Rachid 4:0 TÜS 16:0
66 kg G: Giorgi Davitaia – Pascal Hilkert 2:0 PS 8:2
86 kg F: Pascal Koch – Matthias Schmidt 2:0 PS 5:1
71 kg F: Marco Eckl – Shyukri Shyukriev 0:4 TÜN 2:17
80 kg G: Valentin Baier – Norman Balz 4:0 SS 10:0
75 kg G: Jannik Malz – Florian Scheuer 0:4 TÜN 2:17
75 kg F: Fabio Herzog – Sebastian Schmidt 0:1 PN 0:1

Am morgigen Samstag steht zwar kein Derby an. Aber die Athleten des AV Sulgen wünschen sich von ihren Fans eine ähnlich gute Unterstützung wie gegen den AB Aichhalden, um auch den SRC Viernheim in die Knie zu zwingen. Die Regionalliga Baden-Württemberg verrät in diesem Jahr optisch einen Klassenunterschied zwischen Tabellenführer RKG Reilingen-Hockenheim und dem Vorletzten AV Sulgen, der zuletzt ohne vier Stammringer mit 12:21 bei den Kurpfälzern verlor. In Bestbesetzung hätten die Sulgener dem Spitzenreiter die erste Niederlage beifügen können. Gegen den nordbadischen Aufsteiger und Tabellenvierten SRC Viernheim verlor der AV Sulgen im Vorkampf knapp mit 12:13Punkten. Allerdings verzichteten die Südhessen auf den Nachholkampf des deutschen Freistil-Juniorenmeisters Horst Lehr, weshalb Sulgen durch die vier erhaltenen Punkte so nah herankam. Nach einer langen Leidenszeit scheint sich die Verletztenliste der Gastgeber nun endlich zu lichten. Darin gründet sich auch der Optimismus, dass gegen die Nordbadener eine reelle Siegchance besteht. Ausgehend von Viernheims Siegen in der Rückrunde gegen den AB Aichhalden (15:12) und bei der WKG Weitenau-Wieslet (17:16) könnten den Sulgenern sechs Einzelsiege gelingen. Ob dies im Endergebnis für einen knappen Erfolg reicht, hängt im Wesentlichen auch davon ab, wie sich die AVS-Ringer Marco Eckl, Fabio Herzog, Pascal Koch und Benjamin Lohrer gegen die SRC-Top-Asse Shyukri Shykriew, Sebastian Schmidt, Matthias Schmidt und Jakub Brylewski aus der Affäre ziehen. Kampfbeginn in der Festhalle Sulgen ist um 20 Uhr.

Die folgenden drei Kampftage sind für den AVS von ganz entscheidender Bedeutung. Nach dem Duell gegen Viernheim steht am Freitag, 16. November, der Klassiker beim KSV Tennenbronn an, ehe am 23. November der KSV Hofstetten in Sulgen gastiert. Die Chancen, aus diesen drei Begegnungen mindestens vier Punkte zu erzielen, sind durchaus vorhanden und würden die Bosyan-Zehn im sprichwörtlichen Ringen um den Klassenerhalt ein deutliches Stück nach vorne bringen und das Selbstvertrauen stärken.

Im Vorkampf ab 19 Uhrerwartet der AV Sulgen II die dritte Mannschaft des KSV Taisersdorf III. Nach der starken Leistung beim StTV Singen (23:12) soll nun gegen die Linzgauer da angeknüpft werden und der 20:16 Vorkampfsieg wiederholt werden.

Ein volles Programm hat der AVS-Nachwuchs zu bewältigen. Die erste Schülermannschaft trifft in der Bezirksklasse ab 16.45 Uhr zuerst auf den KSV Gottmadingen II und nach der Begegnung KSV Wollmatingen – KSV Gottmadingen II auf Wollmatingen.

Den langen Kampfabend eröffnet um 16 Uhr die zweite AVS-Schülerstaffel, die den Tabellennachbarn KSK Furtwangen II empfängt.

Wichtiger Derbysieg im Kellerduell gegen den AB Aichhalden

Ringkämpfe zwischen dem AV Sulgen und dem AB Aichhalden bleiben ein Klassiker, auch wenn er zum Kellerderby verkommt. Am Mittwochabend setzten sich die Gastgeber vor über 500 begeisterten Ringsportfans in einer packenden Begegnung mit 15:12 durch. Während Sulgens Chancen auf den Klassenverbleib in der Regionalliga Baden-Württemberg dadurch wieder deutlich gestiegen sind, kommen auf den ABA schwere Zeiten zu.

Wie erwartet mussten beide Teams mit Ersatz auskommen, wobei die Verletztenliste des AVS immer größer statt kleiner wird. Um nicht von vornherein chancenlos zu sein, wurde kurzfristig Özkan Öztürk nach mehrjähriger Wettkampfpause reaktiviert. Mächtig Eindruck hinterlassen hat AVS-Neuzugang Giorgi Davitaia, der erstmals zum Einsatz kam. Sulgens letztlich verdienter Sieg war auch einer durchdachten Aufstellung geschuldet, mit der das Optimale herausgeholt wurde.

Die Gäste kamen dadurch im Limit bis 57 kg zwar durch Radostin Shindov zu einem kampflosen Vierer, gaben aber eine Klasse höher (61 kg) auch vier Mannschaftszähler ab, nachdem Leon Liedgens gegen Nika Tatuashvili eine Schulterniederlage einstecken musste. Im Schwergewicht bis 130 kg bestimmte ABA-Ringer Andreas Trost das Geschehen und knöpfte Benjamin Lohrer einen 10:0 Punktsieg ab. Das erwartet enge Gefecht bis 98 kg gab es zwischen Özkan Öztürk und Alexander Nagel. Der 37-jährige Sulgener warf seine ganze Cleverness und Erfahrung in die Waagschale und bog die beim 1:1 Punktestand drohende Niederlage noch in einen 2:1 Sieg um. Mit einem Feuerwerk an Griffen setzte AVS-Neuzugang Giorgi Davitaia (66 kg) seinen bisher unbesiegten Kontrahenten Nicolae Acris mächtig unter Druck und führte nach der ersten Runde bereits mit 14:0. Es war deshalb nur eine Frage der Zeit, wann der Vierer aufs AVS-Konto gebucht wird. Dadurch gingen die Hausherren mit 9:7 in die Halbzeitpause. Mit gezielten Beinangriffen kam AVS-Athlet Pascal Koch (86 kg) gegen Pius Moosmann immer wieder durch und lag in Runde eins schon mit 9:0 in Führung. Auch im zweiten Kampfabschnitt marschierte Koch nach vorne und hatte nach exakt vier Minuten einen für Sulgen wichtigen 16:0 Überlegenheitssieg in der Tasche.

Die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen und schöpften nach einem klaren 9:0 Punktsieg von Stefan Brugger gegen Marco Eckl wieder Hoffnung. Die Entscheidung, wer Sieger des 14. Nachbarschafts-Duell wird, fiel in der Partie zwischen AVS-Akteur Valentin Baier und Roman Brüstle. Zunächst diktierte Brüstle das Geschehen und nahm eine 2:0 Führung in die Pause. Mit besserer Taktik eröffnete Baier die zweite Runde und kam zum Ausgleich. Davon beflügelt setzte er sofort nach und verzückte den AVS-Anhang mit einem kraftvollen Überwurf aus der Bodenlage. Diesen Vorsprung ließ sich Baier nicht mehr nehmen und wurde als 9:3 Punktsieger frenetisch gefeiert. Beim Stand von 15:10 für die Gastgeber wartete auf die beiden starken ABA-Schlussringer Christian Bantle und Daniel Eberhardt eine kaum lösbare Aufgabe, zumal Sulgen mit AVS-Coach Semih Bosyan und Fabio Herzog gut dagegen halten konnte. In nochmals zwei spannenden Partien behielt Bantle mit 3:1 und Eberhardt mit 3:2 knapp die Oberhand. Die neunte Niederlage des ABA in Serie konnten sie damit aber nicht verhindern.

Am morgigen Samstag steht sowohl für den AB Aichhalden beim SRC Viernheim als auch für den AV Sulgen bei Spitzenreiter RKG Reilingen-Hockenheim schwere Auswärtskämpfe bevor, in denen sie nur Außenseiter sind.

Trainerstimmen:

Semih Bosyan (AV Sulgen):

„Wir haben taktisch eine Superleistung abgeliefert. Es gab einige Schlüsselkämpfe, aber den wichtigsten hat Valentin Baier für uns gewonnen. Der war nach der ersten Runde klar auf der Verliererstraße und hat das Ding noch mit einer phantastischen Leistung gedreht. Valentin hat erstmals wirklich gezeigt, welches Potential in ihm steckt. Marco Eckl hat sich trotz seiner noch nicht auskurierten Verletzung zur Verfügung gestellt. Dass er wieder dabei war, hat dem Team enorm gut getan. Heute habe ich festgestellt, dass wir den Sieg mehr wollten und alle haben bravourös gekämpft. Schade wäre natürlich, wenn der AB Aichhalden absteigen und die Ringsportfans nächstes Jahr auf solch tolle Derbys verzichten müssten“. 

Uwe Schullian(AB Aichhalden):

„Es war ein packendes, spannendes Derby mit einer Superstimmung. Beide Mannschaften waren gehandicapt und konnten nicht in Wunschbesetzung antreten. Der AV Sulgen hat die bessere Tagesform gehabt und verdient gewonnen. Nach Stefan Bruggers klarem Sieg haben wir geglaubt, wieder im Rennen zu sein. Aber Roman Brüstles Niederlage gegen Valentin Baier war mit kampfentscheidend. Da hatten wir uns zwei Punkte ausgerechnet. Und auch bis 66 kg kalkulierten wir mit einem knapperen Ergebnis und nicht mit einem Vierer gegen uns. Schade, dass wir jetzt so tief da unten stecken. Lorenz Brüstle hat uns in der Vorrunde sehr gefehlt. Mit ihm hätten wir sicher den einen oder anderen Sieg mehr auf dem Konto“.

Die Ergebnisse, AV Sulgen – AB Aichhalden 15:12:

57 kg G: unbesetzt – Radostin Shindov 0:4 kampflos

130 kg F: Benjamin Lohrer – Andreas Trost 0:3 PN 0:10

61 kg F: Nika Tatuashvili – Leon Liedgens 4:0 SS 11:1

98 kg G: Özkan Öztürk – Alexander Nagel 1:0 PS 2:1

66 kg G: Giorgi Davitaia – Nicolae Acris 4:0 TÜS 15:0

86 kg F: Pascal Koch – Pius Moosmann 4:0 TÜS 16:0

71 kg F: Marco Eckl – Stefan Brugger 0:3 PN 0:9

80 kg G: Valentin Baier – Roman Brüstle 2:0 PS 9:3

75 kg G: Semih Bosyan – Christian Bantle 0:1 PN 1:3

75 kg F: Fabio Herzog – Daniel Eberhardt 0:1 PN 2:3

Spannungsgeladenes Kellerderby gegen den AB Aichhalden

Der Vorletzte gegen den Letzten: Das 14. Lokalderby zwischen dem AV Sulgen und dem AB Aichhalden am morgigen Mittwochabend verkommt zum historischen Kellerduell. Anpfiff in der Festhalle Sulgen ist um 20.30 Uhr. Innerhalb vier Tage müssen die Vereine sich neu formieren. Denn wenn mit dem Klassiker zwischen den Nachbarn von Sulgen und Aichhalden die Rückrunde in der Regionalliga Baden-Württemberg beginnt, wird in acht der zehn Gewichtsklassen die Stilart geändert. Die Gastgeber wie auch der ABA verknüpfen damit die Hoffnung, dass es nun endlich besser läuft. Die Ausgangslage ist für beide Teams gleichermaßen schlecht. Der AB Aichhalden ist seit dem 16:13 Derby-Sieg gegen Sulgen am ersten Kampftag in den folgenden acht Kämpfen sieglos geblieben und ziert seit Kurzem das Tabellenende. Mit nur einem Punkt mehr auf der Habenseite steht der AVS als Vorletzter kaum besser da. Weil mit zwei Absteigern zu rechnen und der rettende achte Tabellenplatz schon drei, beziehungsweise vier Punkte entfernt ist, würde ein Unentschieden beiden Vereinen wenig helfen. Hat es bislang auch noch nie gegeben.

Der Verlierer jedenfalls muss sich ernsthafte Gedanken über seine Zukunft machen. Sprich: Der Abstieg aus der zweithöchsten Ringerliga Deutschlands in die Oberliga Württemberg ist dann kaum noch zu vermeiden. Es steht also sehr viel auf dem Spiel. Die Derbybilanz mit neun Siegen und vier Niederlagen spricht eindeutig für den AV Sulgen, der noch kein Heimspiel gegen Aichhalden verloren hat. Die prekäre Situation am Tabellenende ist bei beiden Klubs in erster Linie dem Verletzungspech geschuldet. Auch morgen Abend wird wohl auf beiden Seiten nicht in Bestbesetzung angetreten werden können. Möglicherweise wird diejenige Mannschaft als Sieger aus dem brisanten Nachbarschafts-Duell hervorgehen, die die bessere Ersatzbank hat. Einen Favoriten auszumachen, wäre aufgrund der äußeren Bedingungen reine Spekulation. Spielte eigentlich in der Vergangenheit auch keine Rolle, da oftmals die Duelle einen völlig anderen Verlauf nahmen, als die Prognosen nach dem Wiegen aussagten. Und nicht selten kippte die Begegnung sogar erst nach der Halbzeit, wie die Partie zum Saisonauftakt beweist. Es muss also doch etwas Wahres dran sein am Mythos, dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben. Für reichlich Spannung ist also wieder gesorgt und attraktive, packende Einzelduelle sind den Ringkampffans garantiert.

Die Einstimmig ins 14. Nachbarschafts-Derby um Liga-Punkte beginnt bereits um 19.15 Uhr, wenn sich die Regionalliga-Reserve des AV Sulgen und die dritte Mannschaft des AB Aichhalden gegenüberstehen. Im Vorkampf siegten die Gäste vom ABA III mit 20:16. Diesmal wollen die Sulgener den Spieß umdrehen.

Starke Mannschaftsleistung trotz Niederlage

Nichts war‘s mit einem Sieg zum Abschluss einer verkorksten Vorrunde. Mit 10:18 verlor Regionalligist AV Sulgen sein Gastspiel beim TuS Adelhausen II und kehrte mit leeren Händen vom Dinkelberg zurück. Wie schon oft im bisherigen Saisonverlauf musste AVS-Trainer Semih Bosyan aufgrund eines kurzfristig ausgefallenen Stammringers, diesmal Jannik Malz, die Aufstellung ändern. Zu allem Übel kam dann noch hinzu, dass Nika Tatuashvili das 57 kg Limit nicht brachte und notgedrungen eine Klasse aufrückte. Shota Glonti wechselte ebenfalls stilartfremd eine Klasse nach unten.

Da beide Georgier mit Schulter- und Überlegenheitssiegen jeweils einen Vierer holten, blieb diese Umstellung gänzlich ohne Folgen. Wohl aber trafen die Sulgener am Oberrhein auf erwartet kampfstarke Gastgeber, die hinsichtlich ihrer Tabellensituation ebenfalls zum Punkten verdammt waren. Mit Ausnahme der untersten beiden Gewichtsklassen hatte die Bundesliga-Reserve ihre bisher stärkste Formation auf die Matte geschickt. Dagegen war für die Schwarzwälder, die die Punkte bis 86 kg kampflos abgeben mussten, kein Kraut gewachsen. Sie kamen nur zu drei Einzelsiegen. Neben Glonti und Tatuashvili war lediglich noch Coach Bosyan (75 kg griechisch-römisch) erfolgreich, der Malz bestens vertrat und bei seinem 9:2 Punktsieg über David Jancso erneut eine vorbildliche Leistung ablieferte. Aber auch die Verlierer auf Sulgener Seite verdienten sich mit ihrem Einsatz ein Lob. Im Schwergewicht lag Andreas Miekeley gegen Felix Krafft bis in die Schlussminute mit 4:3 in Führung, ehe dem Adelhausener eine Viererwertung zum 7:4 Punktsieg gelang. AVS-Athlet Pascal Koch (98 kg) war in der ersten Runde eindeutig der aktivere Ringer. Trotzdem gelang es seinem Gegner Michael Kaufmehl, aus einer aufgebrummten Aktivitätszeit Wertungen zu erzielen. Bei der 0:4 Punktniederlage hatte Koch nüchtern betrachtet keine wirkliche Siegchance. Klar überfordert war Ersatzmann Rico Hezel (66 kg) gegen Jörn Schubert. Er musste dem Adelhausener einen frühzeitigen Überlegenheitssieg überlassen.

Im ungeliebten freien Stil bis 80 kg kämpfte Valentin Baier gegen Marius Quinto diesmal sehr diszipliniert und überließ dem Freistilspezialisten vom Dinkelberg nur einen 5:2 Punktsieg. Auch Andreas Moosmann (71 kg) zog sich gegen den hochfavorisierten TuS-Ringer und Bundesliga erprobten Zsolt Berki bei seiner 0:6 Punktniederlage achtbar aus der Affäre. Dagegen kommt Fabio Herzog (75 kg Freistil) nicht aus seinem Formtief heraus. Gegen den technisch versierten Pascal Ruh kassierte er beim 1:7 bereits seine siebte Niederlage im neunten Saisonkampf.

Zur Sache geht es für den AV Sulgen am kommenden Mittwoch, wenn zum Auftakt der Rückrunde das Derby gegen den Nachbarn AB Aichhalden in der Sulgener Festhalle steigt (Beginn 20.30 Uhr).

Die Ergebnisse, TuS Adelhausen II – AV Sulgen 18:10

57 kg F: Dovydas Urbanavicius – Shota Glonti 0:4 TÜN 0:16

130 kg G: Felix Krafft – Andreas Miekeley 2:0 PS 7:4

61 kg G: Nika Tatuashvili – Luis Reinger 0:4 SN 0:7

98 kg F: Michael Kaufmehl – Pascal Koch 2:0 PS 4:0

66 kg F: Jörn Schubert – Rico Hezel 4:0 TÜS 18:0

86 kg G: Kevin Kähny – unbesetzt 4:0 kampflos

71 kg G: Zsolt Berki – Andreas Moosmann 2:0 PS 6:0

80 kg F: Marius Quinto – Valentin Baier 2:0 PS 5:2

75 kg F: Pascal Ruh – Fabio Herzog 2:0 PS 7:1

75 kg G: David Jancso – Semih Bosyan 0:2 PN 2:9

Letzter Vorrundenkampf gegen die TuS Adelhausen II – Spannung garantiert

Im letzten Kampf der Vorrunde muss Regionalligist AV Sulgen beim TuS Adelhausen II antreten. Kampfbeginn in der Dinkelberghalle ist um 20 Uhr. Wie immer gegen Reserveteams sind Prognosen schwierig, zumal die Riege vom Oberrhein nahezu wöchentlich anders aussieht. Für den Vorjahresmeister läuft es in dieser Saison nicht ganz nach Wunsch. Mit gerade einmal zwei Siegen gehören die Gastgeber wie der AV Sulgen zu den abstiegsgefährdeten Teams der Regionalliga. Zuletzt kassierte die Bundesliga-Reserve beim KSV Schriesheim eine 4:33 Schlappe.

Dass die Ringer vom Dinkelberg ebenso unter Druck stehen und dringend Punkte für den Klassenerhalt brauchen, passt Sulgens Coach Semih Bosyan so gar nicht ins Konzept. Ihm wäre es viel lieber gewesen, wenn sich die Adelhausener im sicheren Mittelfeld tummelten. Andererseits hat seiner Truppe der 16:13 Sieg am vergangenen Wochenende gegen Abstiegskonkurrent WKG Weitenau-Wieslet eine Art Aufbruchstimmung ausgelöst. Immerhin gelang der erste Saisonsieg trotz zweier verletzter Stammringer, was für die gute Moral im Team spricht. Gerne denkt man beim AV Sulgen ans Vorjahr, wo mit einem 17:13 Sieg beide Punkte vom Dinkelberg mitgebracht wurden. Da jedoch das personelle Gesicht beim AVS heuer deutlich anders aussieht, sind kaum Vergleiche möglich.

Erwartet wird im AVS-Lager, dass die zuletzt beim TuS Adelhausen II fehlenden Felix Krafft (130 kg) und Michael Kaufmehl (98 kg) wieder in der Aufstellung auftauchen. Für die AV-Akteure Andreas Miekeley und Pascal Koch sind dies äußerst dicke Brocken. Weitere Top-Athleten besitzen die Gastgeber mit Kevin Kähny, Marius Quinto, Pascal Ruh und Jörn Schubert. Da kommt eine Menge Arbeit auf die Bosyan-Zehn zu. Große Hoffnungen verknüpft man beim AV Sulgen mit der Rückrunde, wo zum Auftakt am 31. Oktober gleich das Derby gegen den AB Aichhalden ansteht. Andererseits klopft die rote Laterne, die dem AVS seit dem vierten Kampftag anleuchtete und nun endlich weitergeben wurde, schon wieder an die AVS-Tür. Sollten die Schwarzwälder mit leeren Händen vom Oberrhein zurückkehren und Nachbar AB Aichhalden bei der WKG Weitenau-Wieslet gewinnen, wäre es wieder soweit.

Die zweite Mannschaft des AV Sulgen tritt im kleinen Derby beim AV Hardt II an. Erwartet wird ein knappes Ergebnis. Kampfbeginn in der Arthur-Bantle-Halle ist um 18.15 Uhr.

Beide Schülermannschaften des AVS sind an diesem Wochenende kampffrei.

Heute startet für Sandra die Weltmeisterschaft

Am heutigen Mittwoch greift die Sulgener Ringerin Sandra Paruszewski bei den Weltmeisterschaften der Frauen in Budapest/Ungarn ins Wettkampfgeschehen ein. Sie wird in der olympischen Gewichtsklasse bis 57 kg starten. Es ist nach 2017 in Paris bereits ihre zweite Weltmeisterschaftsteilnahme. Für den erneuten WM-Start hat sich die 25-jährige Wahl-Freiburgerin bei Bundestrainer Patrick Loes durch konstant gute Leistungen aufgedrängt.

Einen ersten großen Schritt auf dem Weg nach Budapest legte Paruszewski im Juni zurück, als sie bei den Deutschen Meisterschaften in Aschaffenburg die favorisierte Titelverteidigern Laura Mertens (AC Ückerath) im Finale bis 57 kg mit 4:2 Punkten entthronte. Außerdem besiegte sie bei diesen Titelkämpfen im Halbfinale die dritte Junioreneuropameisterin Elena Brugger (TuS Adelhausen) mit 3:1 Punkten. Ihre gute Form bestätigte die Sulgenerin auch im vergangenen September bei den Polen Open mit dem Gewinn der Bronzemedaille. Diese Titelkämpfe stehen aufgrund des ausgelobten Weltranglisten-Grand-Prix-Turniers auf sehr hohem Niveau, bei dem sich die Weltspitze die Ehre gibt. Ende September folgte mit der Teilnahme an einem Internationalen Turnier in Rumäniens Hauptstadt Bukarest eine weitere Bewährungsprobe, die Paruszewski mit Platz fünf bestand. Anfang Oktober flatterte dann die WM-Nominierung in ihren Briefkasten.

Neben unzähligen Trainingseinheiten am Olympia-Stützpunkt Freiburg und im Vereinstraining erhielt die Sulgenerin beim Internationalen UWW-Lehrgang vom 4. bis 14. Oktober in Hennef, bei der die gesamte deutsche Frauenelite präsent war, den sogenannten Feinschliff. Paruszewski hofft, in Budapest weiter zu kommen als im Vorjahr in Paris. In der französischen Metropole schied sie bereits in der Qualifikation aus und verpasste den Achtelfinaleinzug nur knapp. Ihr großes Ziel bleiben jedoch die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Auswirkungen hat ihre Platzierung bei der WM in Budapest darauf nicht. Erst danach vergibt der Weltverband UWW bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie Internationalen Grand-Prix-Turnieren die festgelegten Starterplätze.

Rote Laterne abgegeben – Jetzt heißt es nicht aufgeben!

Ersten Saisonsieg geholt und endlich weg vom Tabellenende. Freude, aber auch Erleichterung herrscht beim Regionalligisten AV Sulgen nach dem hart erkämpften 16:13 Heimsieg über die WKG Weitenau-Wieslet. Der Bosyan-Zehn steht trotzdem noch ein steiniger Weg bis zum Klassenerhalt bevor. Es spricht für die gute Moral im AVS-Team, dass trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Marco Eckl und David Schulze nicht die Köpfe in diesem so wichtigen Kellerduell hängen gelassen, sondern die Ärmel hochgekrempelt wurden. Lange hatte AVS-Trainer Semih Bosyan nach dem Abschlusstraining am Mittwoch über die Aufstellung gegrübelt, als abzusehen war, dass Schulze und wohl auch Eckl ausfallen werden. Letztlich entschied er sich trotz des überaus bedeutsamen Kampfes, keine Risiken einzugehen und lag genau richtig. Zwar brauchte er auf dem Trainerstuhl bei Nika Tatuashvilis Einsatz wieder ein dickes Nervenkostüm, weil dieser seine Kräfte und Fitness nicht richtig einzuteilen vermag. Dennoch sorgte der Georgier in Diensten des AVS mit einem Dreier für einen beruhigenden Auftakt. Als echte Verstärkung erwies sich Schwergewichtler Andreas Miekeley, der ebenfalls drei Mannschaftszähler beisteuerte. Wäre Kampfrichter Steffen Bartsch konsequenter gegen die Passivität des WKG-Ringers eingeschritten, hätte Miekeley auch einen Vierer holen können. Shota Glonti kämpfte gegen Svetlin Shindov gegen eine hohe Niederlage an. Ein noch besseres Ergebnis als das 1:10 verdarb sich der Sulgener vier Sekunden vor Schluss durch einen Kopfstoß, wofür er sich eine Verwarnung einhandelte und es zwei Zähler für den Weitenauer gab. „Das war völlig unnötig und hat uns einen Punkt gekostet. So etwas kann am Ende auch ins Auge gehen“, schimpfte Bosyan über die Unbeherrschtheit des Georgiers. Nach dem er und Andreas Moosmann mit sicheren Punktsiegen den AV Sulgen auf Siegeskurs brachten, sorgte Fabio Herzog (AVS) mit seiner unerwartet hohen 1:7 Niederlage gegen Dennis Kronenberger ungewollt für Spannung. Denn dadurch kamen die Gäste aus dem Kleinen Wiesental nochmals auf 14:13 heran. Aber zum Glück haben die Sulgener in Jannik Malz einen nervenstarken Schlussringer, der mit seinem 5:0 Punktsieg gegen Stefan Kilchling den Sack zumachte. Rechtzeitig scheint nun offenbar der Knoten geplatzt zu sein. Denn bereits in elf Tagen – zuvor geht es am kommenden Samstag noch zum TuS Adelhausen II – steht zum Rückrundenstart das Derby gegen den Nachbarn AB Aichhalden an. Das wird dann erneut den Charakter eines Kellerduells haben.

Trainerstimmen:

Semih Bosyan (AV Sulgen): „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ich habe in dieser Saison das erste Mal gesehen, dass wirklich alle diesen Sieg wollten und ihren Teil beigetragen haben. Wir haben ja schon öfters Pech gehabt und es wurde höchste Zeit mit einem Sieg. Dieser wird uns gut tun und so können wir die nächsten Aufgaben zuversichtlicher angehen. Es wäre für mich natürlich einfacher, nur auf der Trainerbank zu sitzen. Aber manchmal muss man sich eben in den Dienst der Mannschaft stellen, was ich übrigens von jedem Einzelnen auch verlange“.

Kalender

  1. AV Sulgen II – KSV Winzeln II

    November 23 um 19:15 - 20:30
  2. AV Sulgen – KSV Hofstetten

    November 23 um 20:30 - 23:00